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Frage des Tages: Was ist dran am Falschgeld "Movie Money"?

So genanntes Movie Money ist eigentlich eine Film-Requisite und hat im richtigen Handel nichts verloren. Doch Asien überschwemmt gerade den Markt mit diesem Falschgeld.

Darum geht's genau

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    Das Landeskriminalamt Bayern warnt vor "Movie Money". Das Falschgeld kommt eigentlich nur in Filmen oder Zaubershows zum Einsatz. Doch jetzt überschwemmt es Europa.

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    Die Fake-Scheine sehen den Euro-Noten zum Verwechseln ähnlich. Der Unterschied: die Wasserzeichen fehlen. Außerdem steht am oberen Rand auf Englisch der Hinweis: "This is not legal. It is to be used for motion props".

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    Wer Falschgeld absichtlich in Umlauf bringt, begeht ein Verbrechen und muss mit hohen Strafen rechnen.

Interview mit Ludwig Waldinger, Kriminalkommissar des Bayerischen Landeskriminalamts:

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    "Movie Money" lässt sich leicht von echtem Geld unterscheiden: andere Größe, Farbe oder nur einseitiger Druck. Aktuell wird es in Asien in großen Mengen hergestellt und online verkauft. Dazu muss man nicht ins Darknet.

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    Falsche Scheine erkennt man an 4 Punkten: 1. Die Handhabe. Falschgeld fühlt sich anders an. 2. Die glänzenden Hologramme. Auf dem Filmgeld ist nur ein kopierter Schatten. 3. Die Wertzahl. Kippt man den Schein, verläuft ein Farbstreifen durch die Ziffer. 4. Auf der Seite steht, dass es nicht legal ist und nur für Filmproduktionen verwendet werden darf.

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    Wer Filmgeld hat, geht damit am Besten zur Polizei. Man kann auch zur Bank. In beiden Fällen wird das Geld leider nicht ersetzt. Trotzdem: Der Schaden ist viel geringer als die Strafe, die einem droht. Wer sich Falschgeld verschafft, um es in den Zahlungsverkehr zu bringen, er begeht ein Verbrechen. Bedeutet: Eine Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr.

Vorhang auf: Dieser 20-Euro-Schein gehört nur auf die Leinwand

© Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

Das solltest du dir merken:

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    Falscher Fünfziger? "Movie Money" kommt besonders häufig bei 20 Euro- und 50 Euro-Scheinen vor. Also guck lieber genau hin, bevor du solches Papiergeld entgegen nimmst.

Veröffentlicht: 24.10.2019 / Autor: Franziska Schosser

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