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Was kommt eigentlich nach der Generation Z?

Mit der Generation Z ist unser Alphabet am Ende. Was danach kommt? Generation Alpha natürlich! Was sie ausmacht und wie die Vorgänger-Generationen eigentlich ticken, erfährst du hier.

Darum geht's genau

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    Experten teilen Menschen, die zu einer bestimmten Zeit geboren wurden, in sogenannte Alterskohorten ein: Zur Generation Z gehören die Geburtenjahrgänge von 1995 bis 2010. Sie sind die Nachfolger der Generation Y (1980-1994).

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    Unser Alphabet ist dadurch am Ende angekommen. Der Soziologe Mark McCrindle hat daher für alle, die seit 2010 auf die Welt kommen, die Bezeichnung Generation Alpha vorgeschlagen. Alpha ist der erste Buchstabe im griechischen Alphabet.

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    Die Grenzen von Generationen bestimmen Ereignisse, die ganze Gesellschaften für eine gewisse Dauer prägen. Durch sie zeichnen sich allgemeine Einstellungen und Verhaltensmuster ab.

Was macht die Generation Alpha aus? Das sagt der Jugendforscher Simon Schnetzer

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    Für eine Einordnung in Generationen wie Z oder Alpha ist wichtig, was in der Kindheit oder Jugend prägt. Das bezieht sich vor allem auf den jeweiligen technologischen Fortschritt, die sich verändernden gesellschaftlichen Normen und mögliche Krisen.

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    Die Generation Alpha wächst praktisch mit Smartphone und Tablet in der Hand auf. Dadurch sind Kinder an die beschleunigte Kommunikation und digitale Belohnungsmuster gewöhnt. Sie müssen erst lernen, was Ruhe und Langeweile bedeutet. Nicht auf jede Aktion erfolgt Feedback.

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    Ein relativ hoher Wohlstand ist praktisch Standard. Die Eltern von Alpha-Kindern betreiben Erziehung mit Perfektion: Frühförderung, Impfen, bloß keine Fehler machen. Gleichzeitig erfahren die Alpha-Kinder die Unsicherheit ihrer Eltern, ob der Wohlstand bleibt: Rentenkrise, teurer Wohnraum, Klimawandel.

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    Klar, nicht nur der Geburtszeitpunkt ist prägend. Menschliche Bedürfnisse richten sich immer auch nach der jeweiligen Lebensphase. Außerdem gibt es auch Werte wie das Streben nach Sicherheit, die generationenübergreifend gelten.

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    Ab dem Jahr 2025 kann meine Studie Junge Deutsche Aussagen über die Generation Alpha treffen. Das ist eine Befragung, die ich seit 2010 gemeinsam mit jungen Menschen im Alter von 14 bis 39 Jahren durchführe. Weil die Generation Alpha heute noch zu jung ist, enthält die Studie derzeit nur Angaben über deren Eltern, die Generationen Y und Z.

X, Y, Z: Was kam nochmal vor der Generation Alpha?

Generation X (1965–1979)

Mein Motto heißt: Arbeiten, um zu leben! Eine erfolgreiche Karriere ist mir wichtig, damit ich meiner Familie und mir etwas leisten kann. Unabhängigkeit und Freiheit bedeuten mir sehr viel. Das Internet war eine große Veränderung in meinem Leben. Aber ich benutze Computer und Handy regelmäßig.

 

Generation Y (1980–1994)

Mein Motto heißt: Leben beim Arbeiten! Der Job und das Privatleben müssen für mich zusammenpassen. Nur so kann ich mich selbst entfalten. Ich hinterfrage die Dinge gern und versuche dadurch einen tieferen Sinn zu entdecken. Mit vielen digitalen Medien bin ich groß geworden. Darum nennt man mich auch einen Digital Native.

 

Generation Z (1995–2010)

Mein Motto heißt: erst das Vergnügen, dann die Arbeit! Ich möchte mich selbst verwirklichen - in meiner Freizeit. Eine steile Karriere steht für mich nicht an erster Stelle. Für mich sind Nachhaltigkeit und Stabilität bedeutender. Ich bin mit der Digitalisierung aufgewachsen, soziale Medien begleiten mich permanent in meinem Alltag. Darum werde ich auch Technoholic genannt.

Das solltest du dir merken

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    Gesellschaftlich prägende Ereignisse ermöglichen die Einteilung in einzelne Generationen. Die Verallgemeinerungen von Merkmalen ganzer Generationen sind aber vor allem eine Orientierungshilfe, denn jeder Mensch ist individuell.

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    Die Generation Alpha ist der Nachfolger der Generation Z. Sie umfasst die Menschen, die seit 2010 geboren werden. Sie zeichnet sich durch einen hohen technologischen Standard und Wohlstand aus. Zudem sind sie die, die einmal Probleme wie den Klimawandel lösen müssen.

Veröffentlicht: 13.08.2020 / Autor: Alexander Duebbert

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