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Frage des Tages: Wie funktionieren Rückrufaktionen?

Aktuell häufen sich in den Medien die Rückrufaktionen - insbesondere bei Lebensmitteln. Doch wie kommt so eine Rückrufaktion eigentlich zustande?
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Darum geht's genau

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    Verkeimte Wurst, verseuchte Milch, verunreinigtes Pangasiusfilet: Besteht Gefahr für den Käufer, muss ein Produkt sofort aus den Regalen verschwinden.

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    Bei einem Rückruf erhältst du dein Geld im Laden zurück. Einen Kassenbon brauchst du nicht. Der Hersteller untersucht die betreffende Ware und vernichtet sie.

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    In den sozialen Medien findest du kaum veröffentlichte Rückrufaktionen. Twitter hat zu wenig Zeichen für die erforderlichen Angaben (Produkt, Hersteller, Risiko und Maßnahmen) und bei Facebook oder Instagram würde der Post schnell im Feed untergehen.

Das sagt Susanne Umbach, Beraterin beim Referat Lebensmittel und Ernährung, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz:

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    Auffälligkeiten werden häufig von den Herstellern im Betrieb festgestellt: Keime, Schadstoffe oder Fremdstoffe. Es ist auch möglich, dass Verbraucher oder die staatliche Lebensmittelüberwachung bei stichpunktartigen Kontrollen auf mangelhafte Produkte stoßen.

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    Beim Hersteller liegt die Hauptverantwortung. Er muss bei Auffälligkeiten die zuständige Behörde informieren.

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    Trotz der aktuellen Häufung an Rückrufaktionen sind Lebensmittel sind nicht unsicherer geworden. Es ist davon auszugehen, dass Hersteller schneller öffentlich warnen.

Das solltest du dir merken

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    Einen Überblick über alle Rückrufaktionen bietet das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit unter lebensmittelwarnung.de.

Veröffentlicht: 16.10.2019 / Autor: Daphne Strain