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Frage des Tages: Wo gibt's ein Böllerverbot in deutschen Städten?

Raketen und Böller abfeuern, es richtig krachen lassen - das gehört zu Silvester. Oder doch nicht? Wo Böllern verboten ist und warum das kein Problem ist.

Darum geht's genau

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    Mit dem Silvesterfeuerwerk werden jedes Jahr etwa 5.000 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Das ist so viel, wie im Straßenverkehr in 2 Monaten entsteht.

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    Der Feinstaub, den Privatleute mit ihren Silvesterböllern in wenigen Stunden verursachen, schadet Lungenkranken, Asthmatikern und Kindern.

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    In diesem Jahr gibt es in vielen Städten ein Böllerverbot. Zum Beispiel am Brandenburger Tor und auf dem Alexanderplatz in Berlin, aber auch in Teilen von München, Stuttgart, Hamburg und Köln. Insgesamt denken 36 deutsche Städte über ein Verbot nach oder haben es schon beschlossen.

Wir haben Barbara Metz von der Deutschen Umwelthilfe gefragt, warum Silvesterfeuerwerk Menschen, Tieren und Umwelt schadet.

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    Vor allem Kranken und Kindern schadet die massive Feinstaubbelastung in der Silvesternacht. Wildtiere werden durch den Lärm verängstigt und die Überreste der Feuerwerkskörper liegen in den Städten und der Natur. Die Kunststoffanteile zersetzen sich zu Mikroplastik.

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    Wir setzen uns für ein Böllerverbot ein und wissen aus Umfragen, dass 60 Prozent der Deutschen uns dabei unterstützen. Die Menschen in den Städten wollen Silvester feiern, ohne krank zu werden.

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    In der Silvesternacht trinken die Menschen viel Alkohol. Ausgerechnet in dieser Nacht gibt man ihnen Sprengstoff in die Hand. Da passieren schreckliche Unfälle, Augen werden verletzt oder Gliedmaßen abgerissen.

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    Wir wünschen uns, dass alle gemeinsam Silvester feiern, ohne Angst haben zu müssen. Eine Alternative zur privaten Böllerei sind zum Beispiel Licht- und Lasershows, wie es sie in Paris gibt.

Feuerwerksverbot in Deutschland: Hier darfst du an Silvester keine Raketen zünden

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    Aachen (teilweise verboten)

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    Augsburg (teilweise verboten)

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    Bamberg (teilweise verboten)

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    Berlin (teilweise verboten)

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    Braunschweig (teilweise verboten)

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    Bremen (teilweise verboten)

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    Dortmund (teilweise verboten)

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    Düsseldorf (teilweise verboten)

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    Freising (teilweise verboten)

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    Fürth (teilweise verboten)

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    Göttingen (teilweise verboten)

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    Hannover (teilweise verboten)

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    Ingolstadt (teilweise verboten)

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    Köln (teilweise verboten)

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    Landshut (teilweise verboten)

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    Lüneburg (teilweise verboten)

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    München (teilweise verboten)

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    Nürnberg (teilweise verboten)

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    Passau (teilweise verboten)

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    Stuttgart (teilweise verboten)

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    Sylt

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    Wiesbaden (teilweise verboten)

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    Würzburg (teilweise verboten)

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    Deine Stadt ist nicht dabei? Um auf Nummer Sicher zu gehen, informiere dich vorab, ob und wo du böllern darfst.

Das solltest du dir merken

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    Verboten sind meist nur die Böller mit Schwarzpulver der Kategorie F2. Wunderkerzen, Knallerbsen oder Bodenfeuerwirbel sind weiterhin erlaubt. Wer allerdings beim Böllern in den Verbotszonen erwischt wird, muss mit Geldbußen rechen. Dies sind von Stadt zu Stadt unterschiedlich. In München etwa, kann es dich bis zu 1.000 Euro kosten.

Veröffentlicht: 26.12.2019 / Autor: Kathrin Aldenhoff

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