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Funktionale WG's: Kreative Lösungen für bezahlbaren Wohnraum

Alles teilen, bis auf Unterwäsche und Zahnbürste - willkommen in der "funktionalen WG". Unsere Reporterin war dort und gab ihren Lieblings-Pulli her. Wie sie das fand, erfährst du im Video. Außerdem: Andere alternative Wohn-Konzepte.

Das Wichtigste zum Thema Funktionale WG's

  • Wohnen wird immer mehr zum Luxus. Die Einwohner-Zahl in den Städten steigt stetig - und mit ihnen die Mieten.

  • Nicht nur in Deutschland kämpfen Menschen mit teurem Wohnraum - sondern weltweit. München, die teuerste Stadt Deutschlands, liegt im globalen Vergleich "nur" auf Platz 71.

  • Zu den Spitzenreitern weltweit zählen Hongkong, San Francisco, New York, Paris, London, Zürich, Boston, Sydney, Dublin und Singapur.

  • Eine eigene Wohnung können sich viele nicht mehr leisten. Nun ist Kreativität gefragt: Her mit den neuen Wohn-Konzepten.

Was ist eine "funktionale WG"?

 

"FuWos", also "Funktionale WG's", sind eine Erweiterung der klassischen WG.

Der Unterschied? Um die Kosten zu senken, leben in der FuWo mehr Mitbewohner zusammen - und teilen sich alles: Vom Essen über die Klamotten - bis hin zum Schlafzimmer.

Denn die Räume in einer FuWo sind funktional aufgeteilt: In einem Zimmer wird gegessen, im anderen geschlafen, im nächsten musiziert. Privatsphäre? Die wird hier klein geschrieben.

In einigen FuWo's - wie die, in der unsere Reporterin zu Gast war - gibt es aber ein Rückzugs-Zimmer. Wer ungestört sein will, kann es reservieren.

Das Vorbild der FuWo's: die Kommunen aus den 1968-er Jahren.

Alternative Wohn-Konzepte - von vier Rädern bis zum Mehr-Generationen-Haus

Tipps für ein gutes Zusammenleben: So klappt das WG-Leben

  • 🗣️

    Reden! Dich stört etwas? Dann sprich es aus - und bitte deine Mitbewohner, dasselbe zu tun. Eine gute Kommunikation räumt Missverständnisse aus dem Weg und ist das beste Mittel, um sich gegenseitig kennenzulernen.

  • 💸

    Erster Tag des neuen Monats - dann tut Geld in eine Gemeinschafts-Kasse. So sind die WG-Ausgaben ausgeglichen und Geld wird nicht zum Streitpunkt.

  • 🧼

    Stellt Regeln auf. Klingt spießig, sorgt aber für ein gutes Zusammenleben. Ein Putzplan sorgt für Gerechtigkeit beim Wohnungs-Putz. Ebenfalls wichtig: Sprecht ab, welche Dinge ihr teilen möchtet - und welche nicht.

  • 🔒

    Respektiere die Privatsphäre des anderen. Die Tür ist zu? Dann möchte er vermutlich nicht gestört werden. Dein Mitbewohner schläft schon? Dann bitte deine Gäste, sich leise zu unterhalten.

  • 👍

    Unternehmt etwas zusammen: Zusammen kochen oder ein Konzert-Besuch stärkt die Gemeinschaft.

Ganz schön eng - Hongkong ist die Stadt mit dem teuersten Wohnraum

Veröffentlicht: 28.02.2020 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau

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