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Gas-Steuer, Corona-Regeln und Mindestlohn: Das ändert sich im Oktober

Der Oktober bringt einige Veränderungen mit sich. Mit dem neuen Infektionsschutz-Gesetz gelten neue Corona-Regeln, es gibt Änderungen beim Immunstatus, die Gas-Steuer sinkt und der Mindestlohn steigt. Im Clip: Tricks, um einfach Energie zu sparen.
Gas-Steuer, Corona-Regeln und Mindestlohn: Das ändert sich im Oktober
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Das Wichtigste zum Thema Änderungen im Oktober

  • Das neue Infektionsschutz-Gesetz bringt eine FFP2-Maskenpflicht in Zügen und der vollständige Impfschutz gilt erst ab der dritten Impfung.

  • Die Gas-Umlage ist gekippt, der Gaspreisdeckel kommt! Zusätzlich stehen andere Entlastungen im Zuge der Energiekrise bereits fest. Beispielsweise senkt die Regierung die Mehrwertsteuer auf Gas ab dem 1. Oktober von 19 auf sieben Prozent. Der Mindestlohn steigt bundesweit auf 12 Euro.

  • Ebenfalls neu: Als Teil der Energieeinspar-Verordnung gilt ein verpflichtender Heizungs-Check für Hauseigentümer:innen.

  • Was sich im Oktober noch für dich ändert, erfährst du auf dieser Seite.

Corona-Regeln: Maskenpflicht im Zug, aber nicht im Flugzeug

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    Das neue Infektionsschutz-Gesetz sieht eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht in Fernzügen vor. Für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren reicht eine medizinische Maske aus.

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    Auch in Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen wird die Maskenpflicht verlängert. Zusätzlich muss in Krankenhäusern und Pflege-Einrichtungen ein negativer Schnelltest vorgelegt werden.

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    Strengere Regeln - wie beispielsweise Masken und Abstandsregeln beim Einkaufen, in der Gastronomie oder bei Veranstaltungen - können die Bundesländer je nach Infektionslage selbst bestimmen.

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    Ab Oktober können die Länder auch wieder eine Maskenpflicht in Schulen anordnen. Die Maskenpflicht gilt allerdings erst für Schüler:innen ab der 5. Klasse.

  • Im Flugzeug musst du ab dem 1. Oktober keine Maske mehr tragen.

Vollständiger Impfschutz erst ab dem Booster

Als "vollständig geimpft" gelten ab dem 1. Oktober nur diejenigen die mindestens drei Corona-Impfungen nachweisen können. Eine zweifache Impfung reicht für den vollständigen Impfstatus nicht mehr aus.

Laut Bundesgesundheitsministerium zählen aber auch die Personen als "vollständig geimpft", die nach einer Zweit-Impfung eine Corona-Infektion überstanden haben.

Angemerkt: Im neuen Infektionsschutz-Gesetz spielt der Impf-Status nur eine untergeordnete Rolle. Zutrittsverbote wie 3G oder 2G sind im neuen Maßnahmenkatalog nicht mehr vorgesehen.

Die Länder können frisch Geimpfte und Genesene von der Maskenpflicht - beispielsweise in Restaurants - befreien. Ob diese Regel in einigen Regionen zum Einsatz kommt, ist noch nicht absehbar.

Heizen oder Abmahnung: Darf der Mieter das?

Heizen oder Abmahnung: Darf der Mieter das?

Jeder Mensch hat ein anderes Temperatur-Ideal in seinen vier Wänden. Einige tendieren dabei sogar im Winter, die Heizung einfach abzustellen. Kann der Mieter mir das verbieten?

Energieeinspar-Verordnung: Jährlicher Heizungs-Check

  • Gas ist im Zuge des Russlandkriegs gegen dieUkraine ein knappes Gut. Die Regierung hat in diesem Zug die Energie-Einspar-Verordnung auf den Weg gebracht.

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    Teil davon ist ein Heizungs-Check. Haus- und Wohnungs-Eigentümer:innen müssen ab dem 1. Oktober innerhalb der nächsten zwei Jahre ihre Gas-Heizungen von Fachpersonal überprüfen lassen, um Spar-Potential zu ermitteln.

Steuersenkung auf Gas

Trotz des Aus der Gas-Umlage hält die Bundesregierung an der Steuersenkung für Gas weiterhin fest. Heißt konkret: Ab 1. Oktober sinkt die Mehrwertsteuer für Gas von 19 Prozent auf sieben Prozent. Die Maßnahme soll bis zum 31. März 2024 gelten.

Arbeiten für den Mindestlohn

Arbeiten für den Mindestlohn

2018 lag der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland noch bei 8,84 € brutto. Galileo Reporter Christoph Karrasch hat Menschen getroffen, die für den Mindestlohn arbeiten und davon leben.

Mindestlohn steigt auf 12 Euro

Es war eines der zentralen Wahlkampf-Versprechen der SPD: Die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro. Knapp ein Jahr nach dem Wahlsieg lässt die Ampel-Regierung den Worten zum 1. Oktober Taten folgen.

Zum Vergleich: 2015 lag der Mindestlohn bei 8,50 Euro die Stunde. Damit ist die Vergütung seit der Einführung um mehr als 40 Prozent gestiegen. Auszubildende haben gesetzlich allerdings immer noch keinen Anspruch auf Mindestlohn. Für Sie gilt eine Mindestausbildungs-Vergütung.

Mehr Geld für geringfügig Beschäftigte

Der Anstieg des Mindestlohns hat auch auf Mini-Jobber Auswirkungen. Die Verdienst-Obergrenze steigt von 450 Euro auf 520 Euro. Midi-Jobber können ab Oktober statt 1.300 Euro bis zu 1.600 Euro verdienen.

In diesen Berufen steigt der Mindestlohn im Oktober ebenfalls

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    Pflegekräfte verdienen ab dem 1. Oktober mindestens 17,10 Euro auf die Stunde.

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    Menschen, die in der Gebäude-Reinigung arbeiten, verdienen ab Oktober mindestens 13 Euro.

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    Für Arbeiter:innen in der Glas- und Fassaden-Reinigung steigt der Mindestlohn auf 16,20 Euro pro Stunde.

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    Gerüst-Bauer:innen bekommen ab Oktober mindestens 12,85 Euro die Stunde.

Frist-Ende für die Grundsteuer-Erklärung

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    Bis zum 31. Oktober müssen Grundstück-Eigentümer:innen die Grundsteuer-Erklärung eingereicht haben.

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    Hintergrund: Ab 2025 soll eine neue Grundsteuer-Berechnung gelten. Dafür müssen rund 36 Millionen Grundstücke in Deutschland neu bewertet werden.

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    Die Angaben zum Grundstück müssen in der Regel digital an das Finanzamt übermittelt werden - beispielsweise über das Portal Elster.

WhatsApp-Aus für alte iPhones

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    Für Apple-User:innen mit älteren Geräten bringt der Oktober ebenfalls Veränderung. Ab dem 24. Oktober wird der Messenger-Dienst mit iOS 10 oder 11 nicht mehr unterstützt.

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    iPhone-Besitzer:innen müssen mindestens die iOS-12-Version des Betriebssystems installiert haben, um WhatsApp weiter nutzen zu können.

Zeitumstellung nicht vergessen!

  • Ja, es ist wieder soweit. Die Uhr wird umgestellt. In der Nacht vom Samstag, den 29. Oktober, auf den Sonntag, den 30. Oktober, wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Zwar ist schon lange im Gespräch, die Zeitumstellung abzuschaffen, jedoch konnte sich die EU bisher nicht einigen.

Warum gibt es die Zeitumstellung noch?

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Bald werden wieder die Uhren umgestellt. Aber warum gibt es die überhaupt noch? Galileo erklärt es.

Veröffentlicht: 30.09.2022 / Autorin: Nicole Lemberg