Geisterforscher Roger Clarke: Das "Gespenster-Aufkommen" in Deutschland ist sehr hoch
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Geisterforscher Roger Clarke: Das „Gespenster-Aufkommen“ in Deutschland ist sehr hoch

vor 4 Jahren

Wenn es um das Thema „Geister“ geht, dann scheiden sich die Geister. Die einen halten Spukerscheinungen für totalen Quatsch. Wieder andere glauben daran, dass „da etwas ist“. Der bekannte Geisterforscher Roger Clarke zum Beispiel.

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„Deutschland ist wahrscheinlich genauso stark bespukt wie Großbritannien“, behauptete Clarke beim Philosophiefestival Phil.Cologne in Köln. In Frankreich sieht es laut Clarke hingegen ganz anders aus. Dort glauben nur sehr wenige Menschen an Geister.

Roger Clarke ist kein Spinner. Er ist Journalist und Autor. Aber er ist auch ein Gespenster-Forscher, der sich schon seit seiner Kindheit mit diesem umstrittenen Thema beschäftigt. Und wenn man sich in einschlägigen Internetforen umsieht, dann wirkt Clarkes These, dass es in Deutschland gewaltig spuken soll, gar nicht mehr so verrückt, wie man zuerst meinen möchte. Dort findet man viele unglaubliche Berichte über verschiedenste Erscheinungen. Schattenwesen, Geisterfrauen, Irrlichter und mehr scheinen in Deutschland ihr Unwesen zu treiben.

Und Clarke schenkt genau solchen Berichten Gehör. Er habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die von Geistererscheinungen berichten, alles andere als Spinner seien. Meistens handelt es sich um Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stünden.

Er selbst glaubt auch, dass „da etwas ist“, sicher ist er sich jedoch bis heute nicht.

Und was tun, wenn man einen Geist gesehen hat? Anlaufstelle Nr. 1 für unerklärliche Erlebnisse: Die Parapsychologische Beratungsstelle in Freiburg. Hier melden sich jährlich rund 3000 Betroffene.

Übrigens: Jeder Sechste in Deutschland glaubt an Geister.

Geister im Kopf

Doch was verursacht nun diese geisterhfaten Erscheinungen eigentlich? Genau das versuchen Wissenschaftler seit Jahren herauszufinden. Forscher des Swiss Federal Institute of Technology haben einen Roboter entwickelt, der dabei helfen soll, dieses Phänomen besser zu verstehen. Bei dieser ungewöhnlichen Versuchsanordnung steht der Proband zwischen zwei Robotern. Während der Master-Roboter die Hand der Versuchsperson in verschiedene Richtungen bewegt, berührter der Slave-Roboter die Person synchron am Rücken.

Der Clou: Wird die Synchronizität der Roboter bei diesem Versuch verzögert, stellt sich für den Probanden das Gefühl einer fremden Präsenz im Raum ein. Einige der Probanden waren sogar so verängstigt, dass sie den Test abbrechen wollten. Laut den Wissenschaftler lässt sich ein ganz ähnliches Phänomen auch bei Menschen mit einer psychischen Störung beobachten.

Durch Hirnscans fanden die Forscher heraus, welche Hirnregionen dafür verantwortlich sind, dass Menschen Geister fühlen. So wurde bei betroffenen Personen festgestellt, dass eine Indifferenz zwischen dem Temporalappen, dem Parietallappen und der Inselrinde vorliegt. Diese Regionen wurden auch bei den Probanden während der „Geister-Simulation“ aktiviert. Es liegt also die Annahme nahe, dass Geistererscheinungen größtenteils Kopfsache sind.

Hier seht ihr den geist-Simulator in Aktion:

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