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Generation Greta: Wie junge Protestler die Welt verändern

Greta Thunberg kämpft für den Planeten, Katrin Hattenhauer tat's einst für die Freiheit der DDR. Was die mutigen Helden von damals und heute antreibt.
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Das Wichtigste zum Thema junge Aktivisten

  • 8 Prozent der Jugendlichen sehen sich als stark an Politik interessiert, weitere 33 Prozent als interessiert. Das sind 2 Prozent weniger als 2015, aber deutlich mehr als davor.

  • Jungen und Mädchen sind gleichermaßen engagiert. Auch wenn weiblich geprägte Initiativen wie "Fridays for Future" etwas anderes suggerieren.

  • Unterschiede gibt es bei der sozialen Herkunft und beim Bildungsniveau: Je gehobener, desto höher das Engagement.

  • Das Internet ist die wichtigste politische Informationsquelle - sowohl, um Infos zu bekommen also auch, um diese zu verbreiten.

  • Aus Einzelaktionen entwickeln sich durch die Verbreitung über soziale Medien schnell Massen-Phänomene mit enormer Schlagkraft.

  • Die Impulsgeber der Initiativen sind selbstbewusst und gut vernetzt. Sie werden zu Schlüsselfigur und Vorbild - stärkstes Beispiel: Greta Thunberg.

Die Schlüsselfiguren der Proteste

3 Protestler, die die Welt verändert haben

Protestler, die die Welt verändern

3 Protestler, die die Welt verändert haben

Ein einzelner Mensch, ein Moment und eine simple Botschaft - die Geschichte zeigt, dass es manchmal nicht viel braucht, um die Welt zu verändern. "Galileo" zeigt 3 Menschen, die genau das geschafft haben.

"Eine Generation meldet sich zu Wort" - aber warum jetzt? Das sagt die Jugendstudie 2019

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    Junge Menschen, die nach 2000 geboren wurden, sind interessierter und aktiver als die Vorgängergeneration.

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    Der Grund: Musste die Vorgängergeneration der Millennials noch hart für einen Job kämpfen (Stichwort: hohe Arbeitslosenquote), sind heute eher die Arbeitgeber die Bittsteller.

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    Die Jugendlichen spielen eine große Rolle als Träger von Veränderungen. Das zeigt ihr Wertekanon: "Familie", "soziale Beziehungen", "Eigenverantwortung", "Unabhängigkeit" aber auch "die eigene Fantasie und Kreativität entwickeln", "Toleranz" und "Achtsamkeit" stehen ganz oben.

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    Die Generation Z (geboren 1997 - 2012) ist geprägt von Diversität und Multikulturalität - stärker als jede Generation zuvor. Sie sind weltweit vernetzt und setzen sich in ihrem Netzwerk stark mit sozialen Themen auseinander.

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    Reichweite zu generieren, fällt den Digital Natives leicht. Über soziale Medien finden Aktivisten schnell Mitstreiter.

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    Sie sehen in der Parteipolitik keine reale Chance, etwas zu bewegen. Also geht es auf die Straße und ins WWW - spontan, eigeninitiativ und unabhängig von einem politischen System.

Die Zahlen stammen aus der Shell Jugendstudie 2019: Es wurden 2.572 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt. Die Erhebung fand auf Grundlage eines standardisierten Fragebogens im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende März 2019 statt.

Veröffentlicht: 25.09.2020 / Autor: Gerda Naumann