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Galileo-Reporter testet die Karma-App

Gutes Karma! Mit diesen Apps verbesserst du die Welt

Wie oft tust du Gutes? Mit diesen Apps ist das kinderleicht. Wir zeigen dir, wie du beim Abendessen, Joggen und sogar im Schlaf Gutes tun kannst. Außerdem: Der Ursprung des Karmas - und warum Helfen glücklich macht.
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Karma-App - was ist das eigentlich?

Unser Reporter Matthias Fiedler testet im Clip die App "Let's act". Sie zeigt dir an, wer wo in deiner Nähe ehrenamtliche Hilfe benötigt. Ob Tiere pflegen, die Umwelt retten oder hilfsbedürftigen Menschen eine Freude machen - hier ist für jeden etwas dabei.

Unser Reporter sammelte Müll, half in einem Second-Hand-Geschäft für Kinder aus und versorgte Obdachlose mit heißen Getränken. Mit der App kannst du aber auch vom Sofa aus helfen. Mit Spenden ermöglichst du Kindern  zum Beispiel die Chance auf Bildung und eine Zukunftsperspektive.

Gutes oder schlechtes Karma - was bedeutet das?

Buddha-Statue


"Das Glück liegt in uns, nicht in den Dingen" - Buddha
© Getty Images

Karma beschreibt das Gesetz von Ursache und Wirkung. Es spielt eine große Rolle im Buddhismus und Hinduismus. Jede unserer Taten hat Folgen: Für gute Taten wird man belohnt, für schlechte Taten erfährt man Leid. Die "Karmapunkte" sammelt man auch für das nächste Leben.

Wer am Ende seines Lebens mehr Gutes als Schlechtes getan hat, darf auf eine positive Wiedergeburt mit einem schönen Leben hoffen. Wer mehr schlechte Karmapunkte hat, fürchtet eine Wiedergeburt in Armut oder sogar als Tier.

Du möchtest mehr über Buddhas Lehren erfahren? Dann schau mal hier im Buddhahaus vorbei.

Darf ich dich auf einen Kaffee einladen? Gutes tun mit dem Spendierbrett

Ein einfaches Stück Holz mit einem Nagel drin? Das bringt uns beim Einkaufen dazu, Gutes zu tun.

Weitere tolle Apps, mit denen du Karma-Punkte sammeln kannst

  • 👨‍🦯

    Blinden beim Sehen helfen - mit der App Be my eyes können Menschen mit Sehbehinderungen per Videocall um kurze Seh-Hilfen im Alltag bitten - wenn zum Beispiel etwas heruntergefallen ist, beim Bestimmen des Verfallsdatums von Essen, etc. Der erste, der reagiert, hilft. Die Kontakte bleiben dabei anonym.

  • 🏃‍♀️

    "Stell dir vor du gehst joggen und rettest dabei die Welt": Mit der App Moving Twice spendest du mit jedem Meter einen ausgewählten Betrag an ein gemeinnütziges Projekt. Was treibt dich an? Eine Grundschule in Sambia? Lauf einfach los - die App zeigt dir praktische Details über Kilometer, Zeit und Co.

  • 🍽️

    Ein Klick zum Abendessen und du teilst deine Mahlzeit symbolisch mit einem hungernden Kind: Mit der App Share the Meal spendest du mit jedem Klick 70 Cent. Das reicht aus, um ein Kind einen Tag mit Mahlzeiten zu versorgen.

  • 🍛

    Stopp - bloß nicht wegschmeißen! Gegen die Lebensmittelverschwendung und als Support für den kleinen Geldbeutel gibt es tolle Foodsharing Apps: Mit Too Good To Go oder Olio kannst du deine überschüssigen Lebensmittel in der Nachbarschaft verschenken.

  • 🪑

    Du hast aussortiert? Mit Wohindamit.org clever recyceln: Du sagst der Website, was du spenden willst und wo du wohnst – und sie zeigt dir alle sozialen Einrichtungen samt Adresse und Öffnungszeiten in deinem Viertel an.

  • 😴

    Spenden im Schlaf! Mit der App Charity Alarm geht das wirklich! Bei jedem Klick auf den geliebten Snooze-Button geht eine Spende an ein wohltätiges Projekt deiner Wahl.

Heute schon geploggt? Joggen und Müllsammeln

Nicht besonders elegant, aber sehr ehrenhaft: Plogging heißt der neueste Trend bei den Joggern. Dabei gehst du nicht nur raus und verbrennst Kalorien, sondern tust auch noch etwas Gutes für die Umwelt.

Helfen macht glücklich - sagt auch die Wissenschaft

Dutzende Studien beweisen, dass Helfen happy macht. Die Grant and Glueck Studie der Harvard University begleitete 700 Menschen mehr als 75 Jahre ihres Lebens. Nahezu alle Teilnehmer gaben an ihrem Lebensende zwischenmenschliche Beziehungen (allgemeine, nicht nur mit Familie und Partner) als größten Wert für ein glückliches Leben an.

Menschen, die anderen halfen, gaben bei einer Studie der kalifornischen Berkeley Universität an, sich danach gelassener, fröhlicher, optimistischer und selbstbewusster zu fühlen. Der Grund: Bereiten wir anderen eine Freude, setzt unser Körper das Glückshormon Serotonin frei. Wir nehmen unsere Umwelt positiver wahr und sind optimistischer.

Die  Soziologin Christine Carter beschreibt Hilfsbereitschaft in ihrem Glücksratgeber "Raising Happines" sogar als lebensverlängernd: Menschen ab 55 Jahren, die sich sozial engagieren, haben eine 44 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, verfrüht zu sterben.

Die Karma-App: Wär' das auch was für dich?

Veröffentlicht: 22.12.2020 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau