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Hat Coca Cola wirklich den Weihnachtsmann erfunden?

Wie kam Santa zu seinen Rentieren? Wieso feiern wir Weihnachten eigentlich am 24. Dezember? Die Antworten gibt's unten. Und im Clip: Die kuriosesten Fakten rund um das Fest der Liebe.

Das Wichtigste zum Thema Weihnachtsbräuche

  • Ho, ho, ho! Weihnachtsmann, Weihnachtsbaum, Adventkranz und Co. sind für uns selbstverständlich. Dabei sah das Weihnachtsfest vor nicht allzu langer Zeit noch ganz anders aus.

  • Die meisten unserer Traditionen sind nicht mal 100 Jahre alt. Bei deiner Ur-Oma gab’s noch keinen Weihnachtsmann. Seit wann es ihn gibt, erfährst du in der Bildergalerie.

  • An Weihnachten wird die Geburt des Jesuskindes gefeiert. Andere Weihnachts-Bräuche sind aber nicht christlichen, sondern heidnischen Ursprungs.

  • Der 24. Dezember ist ein symbolisches Datum, angelehnt an das Fest des antiken Sonnengottes Mithra und die Wintersonnenwende.

  • Jesus war ein Sommerkind, vermuten zumindest Astronomen. Sie datieren das helle Himmelslicht des Bethlehem-Sterns auf den 17. Juni im Jahr 2 vor Christus. Damals rückten Venus und Jupiter womöglich so nah zusammen, dass sie wie ein großer, heller Stern wirkten.

Rudolf und seine Freunde - treue Begleiter im Schnee

© Getty Images

 

Der Weihnachtsmann hätte ja auch einfach Esel oder Pferde vor seinen Schlitten spannen können. Stattdessen wurden es Rentiere. Rudolf, Donner, Comet und Co. ziehen den Weihnachtsschlitten um den Globus.

Tatsächlich würden sich Rentiere bestens für diese Aufgabe eignen. Nordische Völker wie die Sami domestizieren die Tiere schon seit Jahrtausenden. Sie ziehen Schlitten und tragen Reiter. Schnell sind die Vierbeiner auch - sie können bis zu 80 km/h schnell laufen. Dabei sind sie ausdauernd, trittsicher und unempfindlich gegenüber Witterung und Kälte.

Aber wie kamen die Rentiere nun vor Santas Schlitten?

Der New Yorker Professor und Dichter Clement Clarke Moore schrieb 1823 das Gedicht "The Night Before Christmas", das Erich Kästner etwa 100 Jahre später ins Deutsche übersetzt hat. In diesem Gedicht spannt der Weihnachtsmann seine Rentiere vor den Schlitten und saust zur Bescherung über den Nachthimmel. Eine der Strophen lautet:

"Nun, Dasher! Nun, Dancer! Nun, Prancer und Vixen!
Los, Komet! Los Cupid! Los, Donner und Blitz!
Hinaus auf die Spitze des Vordachs! Auf die Spitze der Mauer!
Nun eilt hinfort! Eilt hinfort! Eilt alle hinfort!"

Aber das 9. und berühmteste Rentier fehlt hier noch …

© Getty Images

 

Rudolf wurde in einem Kaufhaus geboren

Und zwar in der amerikanischen Kaufhaus-Kette "Montgomery Ward". Dort war es Tradition, zu Weihnachten kleine Bücher mit Weihnachtsgeschichten an die Kinder zu verschenken. 1939 erfand der Zeichner Robert L. May die Geschichte von Rudolf, dem rotnasigen Rentier. Die Kinder liebten es auf Anhieb.

1949 folgte der Welt-Hit "Rudolph, the Red-Nosed Reindeer" - seitdem ist das beste Rentier im Stall des Weihnachtsmannes nicht mehr aufzuhalten.

Veröffentlicht: 24.12.2019 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau

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