Unser Reporter testet Feuerlöscher

Hilfe, es brennt! SOS-Tipps und Feuerlöscher im Test

Wo brennt's denn? Hoffentlich nicht zu Hause! Wenn es doch mal brenzlig wird, helfen dir diese Tipps von der Feuerwehr. Außerdem: Im Clip testen wir 4 Feuerlöscher.
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Auf einen Blick: Hier noch mal die Feuerlöscher aus dem Clip

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    Testsieger: Der Wassernebel-Feuerlöscher für 150 Euro. Er löscht den Brand mit einem Nebel aus nano-feinen Wasser-Tröpfchen binnen Sekunden, ist umweltfreundlich und hinterlässt keine Rückstände.

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    Auch der klassische Schaumlöscher für 100 Euro löscht den Test-Brand zuverlässig. Der Schaum deckt die brennenden Oberflächen ab, kühlt das Feuer und entzieht ihm Sauerstoff. Minus-Punkt: Der Schaum schadet nicht nur den Flammen, sondern auch den Möbeln.

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    Das handliche Lösch-Spray für 25 Euro fasst nur 600 ml und löscht kleine Entstehungsbrände. Aber nur aus maximal 2 Meter Entfernung, du musst also nah ran an die Flammen - und dann ist es auch schon nach 25 Sekunden leer.

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    Die Löschkugel für 50 Euro wirfst du ins Feuer, wo sie explosionsartig Löschpulver freisetzt. Achtung: Ohne das CE-Zeichen für pyrotechnische Gegenstände ist ihr Besitz illegal. Die Kugel löscht nicht zuverlässig, ist extrem laut und zerstört die Möbel. Das macht sie zum Verlierer.

Brauche ich zu Hause einen Feuerlöscher?

Feuerlöscher in Privathaushalten sind in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben. "Trotzdem ist es nie verkehrt, einen zu haben", sagt Feuerwehrmann Felix von der Feuerwehr München.

"Wer keinen Feuerlöscher hat, sollte alternativ immer etwas zur Brandbekämpfung im Haus haben - zum Beispiel eine Löschdecke. Die ist vor allem für die Küche wichtig." Warum, liest du weiter unten.

Was mache ich, wenn es brennt? Feuerwehrmann Felix gibt Tipps

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    Die meisten Brände entstehen aus Nachlässigkeit. Daher der Klassiker: Lasse brennende Kerzen oder die heiße Pfanne auf dem Herd nicht aus den Augen.

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    Brennt es doch mal, versuche den Brand zu löschen. Kriegst du das Feuer nicht unter Kontrolle, schließe alle Fenster und Türen, rufe die 112 und verlasse die Wohnung.

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    Noch ein Klassiker, der trotzdem oft missachtet wird: Bei Küchenbränden mit Öl niemals mit Wasser löschen, sondern das Feuer ersticken - am besten mit einer Löschdecke.

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    Meide den Brandrauch - sonst könntest du beim Einatmen ohnmächtig werden oder ersticken. Deshalb ist er meistens gefährlicher als das Feuer selbst.

Von unten nach oben löschen: So bedienst du einen Feuerlöscher richtig

Von unten nach oben löschen: So bedienst du einen Feuerlöscher richtig

Zur Weihnachtszeit steigen die Feuerwehr-Einsätze um rund 40 Prozent! Aber wie bedient man einen klassischen Feuerlöscher eigentlich richtig? Harro lässt es sich zeigen.

Brandheiße Fakten

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    Mehr als 200.000 Mal rückt die Feuerwehr in Deutschland jährlich zum Brand-Einsatz aus.

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    Good News: Es gibt immer weniger Brandtote. 1990 waren es noch 787 im Jahr, 2019 waren es 343 - weniger als die Hälfte.

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    Gründe dafür sind die Einführung der Rauchmelderpflicht und sichere Alternativen zu echten Kerzen.

Wie viele Rauchmelder brauche ich?

Rauchmelder sind an der Decke der Wohnung angebracht und in den meisten Bundesländern bereits Pflicht. Ein Rauchmelder deckt jeweils eine Raumgröße von 60 Quadratmetern ab und wird möglichst mittig platziert. Ist der Raum größer, braucht man mehrere Melder.

In welchen Räumen die Melder installiert werden, regeln die Bundesländer. Meistens sind sie Pflicht in jedem Schlafzimmer, Kinderzimmer und in Fluren, die als Fluchtwege dienen. In Berlin und Brandenburg gehören sie auch ins Wohnzimmer.

Und was ist ein Feuermelder?

Feuermelder kommen in öffentlichen Gebäuden zum Einsatz - etwa an Schulen, Universitäten, Flughäfen, Krankenhäusern, Fabriken, Bahnhöfen und Co. Bei Rauchbildung geht direkt ein Signal an die zuständige Feuerwehr.

Veröffentlicht: 10.12.2020 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau