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In 6 Schritten zur perfekten Entschuldigung

vor 3 Jahren

Was macht überhaupt eine richtig gute Entschuldigung aus? Eine Studie hat herausgefunden, wie ihre eure Chancen auf eine Versöhnung erhöhen könnt.

Eigentlich ist es ganz leicht und trotzdem machen wir es doch viel zu selten: um Entschuldigung bitten. Sich einen Fehler selbst einzugestehen ist dabei nur der erste Schritt. Anschließend gilt es, der geschädigten Person zu erklären, was passiert ist und diese um Verzeihung zu bitten. Fast zu schön um wahr zu sein: Eine neue Studie kann euch wertvolle Tipps dafür geben.

Eine Entschuldigung hat sechs Komponenten

Für die Studie „An Exploration of the Structure of Effective Apologies“ haben Forscher in zwei verschiedenen Experimenten insgesamt 755 Personen getestet. Wichtig war ihnen dabei, zu sehen, wie die Teilnehmer auf unterschiedlich formulierte Entschuldigungen reagieren.

Nach Meinung der Forscher sollte eine Entschuldigung aus den folgenden sechs Schlüssel-Elementen bestehen:

  1. Bedauern zum Ausdruck bringen
  2. Erklären, was schief gelaufen ist bzw. was falsch gemacht wurde
  3. Eingestehen, dafür verantwortlich zu sein
  4. Erklären, dass man es bereut
  5. Wiedergutmachung anbieten
  6. Um Vergebung bitten

Laut Roy Lewicki, Professor an der Ohio State University und Leiter der Studie, solltet ihr für eine Entschuldigung so viele Schlüssel-Elemente wie möglich verwenden.

Die sechs Komponenten sind dabei allerdings nicht gleichwertig. Die Forscher fanden heraus, dass das wichtigste Element einer Entschuldigung das Eingestehen der Schuld ist. Das Anbieten einer Wiedergutmachung stellte sich als zweitwichtigstes Element heraus. Roy Lewicki sagte dazu in einer Meldung seiner Universität, es wäre leicht, eine Entschuldigung einfach nur auszusprechen. Das Angebot einer Wiedergutmachung bedeute hingegen das konkrete Versprechen, etwas zu tun, um den angerichteten Schaden zu beheben. Die Studienteilnehmer empfanden die Bitte um Vergebung als unwichtigste Komponente einer Entschuldigung.

Grund für eine Entschuldigung ist ausschlaggebend

Den Forschern fiel aber auch auf, dass der Grund für eine Entschuldigung – also die Art des gemachten Fehlers – eine große Rolle spielt. So waren die Teilnehmer der Studie eher bereit, eine Entschuldigung für einen Fehler aufgrund mangelnder Kompetenz anzunehmen. Fehler, die zum Beispiel wegen mangelndem Anstand gemacht wurden, verziehen die Probanden dagegen nur schwer.

Der Leiter der Studie weist allerdings darauf hin, dass die Entschuldigungen in den Experimenten nicht mündlich, sondern ausschließlich schriftlich vorgebracht wurden. Das mache einen erheblichen Unterschied, da bei einer mündlichen Entschuldigung neben der Formulierung natürlich die Emotionen sowie Mimik und Gestik eine wichtige Rolle spielten.

Manchmal kriegt man dieses kleine Wort „Entschuldigung“ einfach nicht über die Lippen. Besonders Japanern scheint das schwer zu fallen. Darum haben sie einen Entschuldigungs-Service eingerichtet.

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