Können Wissenschaftler Spermien aus menschlichen Hautzellen züchten?
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Können Wissenschaftler Spermien aus menschlichen Hautzellen züchten?

vor 2 Jahren

Spanischen Wissenschaftlern ist eine kleine Sensation gelungen: Erstmals konnten sie mithilfe eines Gen-Cocktails aus Hautzellen Keimzellen herstellen, die in Spermien oder Eizellen weiterentwickelt werden könnten.

Viele Menschen haben einen Kinderwunsch, doch nicht jedem kann er auf natürlichem Weg erfüllt werden. Spanische Forscher der IVI Klinik Valencia arbeiten deswegen an einem neuen Weg für Paare, damit sie doch noch zu ihrem Kinderglück kommen, ohne auf Spermien oder Eizellen fremder Personen angewiesen zu sein.

Auf die Idee aus menschlichen Hautzellen Spermien und Eizellen herzustellen, kamen sie durch die mit dem Nobelpreis gekrönte Arbeit des Japaners Shinya Yamanaka und des Briten John Gordon aus dem Jahr 2012: Die beiden entdeckten, dass vollentwickelte menschliche Zellen in pluripotente Zellen re-programmiert werden können.

Das Team aus Valencia mischte in seinen Experimenten einen Gen-Cocktail zu den Hautzellen, die innerhalb eines Monats zu Keimzellen wurden. Diese könnte man in Spermien weiterentwickeln, derzeit wären diese aber noch nicht fruchtbar. Dafür ist laut einem der Wissenschaftler, Carlos Simon, eine weitere Mutations-Phase nötig: „Bei Menschen müssen wir noch sehr viel mehr Forschen, denn es geht hier um die Geburt eines Kindes. Wir sprechen also von einem langen Prozess.“

Auch ethische Fragen sind hier entscheidend: Sollten wir wirklich mithilfe von künstlichen Spermien und Eizellen Embryonen „produzieren“? Hätten Kinder, die auf diese Weise geboren werden, irgendwelche biologischen Nachteile? Auch das sind Fragen, die man durchaus stellen sollte. Die Forschung in diese Richtung geht derweil weiter.

Wie ein Mensch entsteht wissen wir alle. Aber was passiert dabei eigentlich genau in unserem Körper? Wie bewegen sich Spermien vorwärts und wie viele bleiben beim Geschlechtsakt auf der Strecke? Wir zeigen’s dir!

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