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Wer oder was ist "Krumkake"? Nur so viel: du kannst es essen.

Weihnachten ist Krumkake-Zeit. Aber was versteckt sich hinter dem Begriff eigentlich? Und warum solltest du gerade jetzt davon probieren? Wir verraten es dir hier.

Das Wichtigste zum Thema Krumkake

  • "Krumkake" ist ein norwegisches Weihnachtsgebäck. Übersetzt bedeutet es "gekrümmter Kuchen", da der Teig wird zu Röllchen geformt wird.

  • Für den besonderen Geschmack des süßen Kuchenteigs sorgt Kardamom. Neben Zimt ein beliebtes Gewürz in Norwegen - vor allem zu Weihnachten.

  • Um Krumkake zu machen, braucht man besonderes Werkzeug: das "Krumkake-Eisen". Es presst den Teig hauchdünn und verziert ihn mit den typisch geschwungenen Ornamenten.

  • Danach wickeln die Norweger den Fladen ums "Krumkake-Holz". So bekommt er seine typische Form.

Und so sieht Krumkake aus

Kardamom – ein Sonnenanbeter im hohen Norden

Kardamom ist das 5. teuerste Gewürz der Welt. Ein Kilo kostet mehr als 60 Euro. Ursprünglich stammt der Verwandte des Ingwers und Kurkumas aus Südindien, Sri Lanka, Thailand und dem Irak.

Was also macht er in Norwegen? Die Wikinger brachten ihn vor über 1.000 Jahren aus Indien mit in ihre Heimat.

Das Gebäck Krumkake taucht übrigens schon in Kochbüchern aus dem Jahre 1685 auf.

Kein Krumkake ohne Molte-Creme

© Getty Images

 

Krumkake gibt es mittlerweile mit vielen verschiedenen Creme-Füllungen. Wirklich original ist das Rezept aber nur mit der norwegischen Molte-Creme aus der Molte-Beere. Die süß-säuerliche Polar-Beere ist die nordische Schwester der Himbeere. Sie wächst in kühlen Gebieten wie Kanada und Nord-Skandinavien.

Zu Weihnachten hat die Molte-Beere dann ihren großen Auftritt: Zucker, Schlagsahne, Polar-Beeren - fertig ist die berühmte Molte-Creme, die es zum Krumkake gibt.

Norwegen kann mehr als nur Krumkake

Veröffentlicht: 22.12.2019 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau

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