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Leidest du an „Aphantasie“?

vor 4 Jahren

 „1,2,3…100,101“ – Schäfchen zählen hilft super beim Einschlafen, oder? Aber wusstet ihr, dass nicht alle Menschen dazu in der Lage sind? Denn manche Menschen haben keine bildliche Vorstellungskraft. Sie leiden unter Aphantasie. Das zumindest sagt eine neue Studie.

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Sich etwas vorstellen zu können, ist wahrscheinlich eine der größten und erstaunlichsten Leistungen unseres menschlichen Gehirns. Diese Fähigkeit bezeichnet man als Fantasie. Ohne ihr wäre unser Leben ziemlich langweilig und trostlos.

2,5 Prozent unserer Bevölkerung muss leider diese Erfahrung machen. Sie leiden unter der angeborenen Aphantasie. Den Betroffenen fehlt das „geistige Auge“. Dadurch sind sie nicht in der Lage, sich Menschen, Dinge oder Situationen aus ihrer Vergangenheit bildlich vorzustellen.

Dieses Störungsbild wurde bereits 1880 von Sir Francis Falton definiert. Inzwischen hat der Neurologe Adam Zeman von der University Exeter Media School diese These wissenschaftlich bestätigt. Die neue Definition hat er im Fachjournal Cortex veröffentlicht.

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Niel Kenmuir aus Lanchester in England ist von Aphantasie betroffen. Er beschreibt es folgendermaßen:

 „Unsere Vorstellung ist wie eine Leinwand. Und die Nervenzellen malen ein Bild darauf. Meine Neuronen funktionieren super. Aber mir fehlt die Leinwand.“

Das Leben der Betroffenen ist dadurch stark beeinflusst. Viele fühlen sich allein und abgeschieden. Sie haben nicht die Möglichkeit in vielen kreativen Berufen wie Design oder Architektur tätig zu werden, da sie sich das Endprodukt nicht vorstellen können.

Bislang ist Aphantasie überwiegend unerforscht. Das will Adam Zeman aber ändern: Gemeinsam mit seinem Team will er der Ursache für die Störung auf den Grund gehen.

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