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Lost Place: Vor Venedig liegt eine der gruseligsten Inseln der Welt

Seit fast 50 Jahren ist die Insel Poveglia vor den Toren Venedigs verlassen. Man sagt, dass Geister dort ihr Unwesen treiben. Vor einiger Zeit sollte das Areal versteigert und zum Luxusresort werden, aber daraus wurde nichts.

Das Wichtigste zum Thema Poveglia

  • Rund 10 Millionen Touristen besuchen Venedig jedes Jahr. Aber nur die wenigsten von ihnen wissen, dass sich ganz in der Nähe einer der gruseligsten Orte der Welt befindet.

  • Die heute unbewohnte Insel Poveglia liegt knapp 5 Kilometer südlich der Altstadt von Venedig.

  • Angeblich sollen auf dem kleinen Eiland 10.000 Menschen an Pest und Cholera gestorben sein.

  • Ein weiterer Mythos, der sich hartnäckig hält: Ein verrückter Arzt soll dort grausame Versuche an seinen Patienten unternommen haben.

  • Heute sollen die Fischer aus der Gegend die Gewässer rund um die Insel meiden. Einige sind sich sicher: Auf Poveglia spukt es!

Früher war die Insel eine Quarantänestation

Der verrückte Doktor und die Geister

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    Ein Gerücht hält sich bis heute hartnäckig: Das Krankenhaus soll in Wahrheit eine Irrenanstalt gewesen sein.

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    Dort soll ein verrückter Arzt sein Unwesen getrieben und Experimente durchgeführt haben.

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    Er soll seine Patienten gefoltert und malträtiert haben, solange bis er selbst irre wurde. Dann hat er sich angeblich von einem Turm gestürzt.

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    Seitdem geht das Gerücht um, dass es auf der Insel wegen der gequälten Menschen spukt.

Wem gehört die Insel?

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    Viele Inseln in Venedigs Lagune wurden in den vergangenen Jahrzehnten zu Luxusresorts mit 5-Sterne-Hotels umgewandelt.

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    Vor 6 Jahren sollte Poveglia das gleiche Schicksal erleiden. Investoren standen schon bereit, um das kleine Eiland für 99 Jahre zu pachten.

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    Doch eine Bürgerinitiative hatte sich gegen den Verkauf gewehrt. Sie sammelten mit einem Crowdfunding-Projekt eine halbe Million Euro.

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    Ihnen kam aber ein italienischer Unternehmer zuvor. Er bot 513.00 Euro für die Insel. Die Bürgerinitiative überbot ihn nicht, da sie Angst hatte, der Geschäftsmann könnte so den Preis hochtreiben.

  • So konnte er aber nicht mehr bieten und der italienische Staat entschied, dass die gebotene Summe zu wenig ist.

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    Die Bürgerinitiative versucht noch heute, dass die Gebäude restauriert, die Insel bepflanzt und sogar vielleicht wieder besiedelt wird.

Dark Tourists versus Einheimische

Veröffentlicht: 05.03.2020 / Autor: Benjamin Reibert

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