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Marie Curie und Co.: Diese Frauen revolutionier(t)en die Wissenschaft

Den Computer gab es erst 100 Jahre später, aber Ada Lovelace erfand schon das Programmieren. Lerne Forscherinnen kennen, ohne die deine Welt heute anders aussähe - und den weiblichen Einstein der Gegenwart.

Frauen in der Wissenschaft

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    Marie Curie revolutionierte die Wissenschaft. Sie erhielt als erste Frau den Nobelpreis - und das gleich dopplet: 1903 in Physik und 1911 in Chemie.

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    Eine hohe Frauen-Quote bei den Professuren hat in Deutschland die Freie Universität Berlin mit einem Anteil von etwa 38 Prozent.

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    Warum ist da noch so viel Luft nach oben? Die Post-Doc-Phase fällt häufig genau in die Zeit der Familienplanung.

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    Du bist Brillen-Träger? Danke dieser Frau mit Durchblick: Marga Faulstich (1915 bis 1998) erfand die Leichtgewichts-Brillengläser. Sie hält über 40 weitere Patente.

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    Eine moderne Bühne für Wissenschaft sind Science Slams. Hier können sich Zuhörer auf unterhaltsame Weise bilden. Mehr Infos findest du weiter unten.

Die Ikone: Marie Curie - die Entdeckerin der radioaktiven Strahlung

Marie Curie (1867 bis 1934) wurde in Warschau geboren und studierte in Frankreich. Sie erforschte zusammen mit ihrem Mann Pierre Curie und ihrem Doktorvater Henri Becquerel die Radioaktivität. Die Physikerin entdeckte die Elemente Radium und Polonium.

1903 erhielt sie als erste Frau den Nobelpreis in Physik - zu der Zeit war sie gerade einmal 36 Jahre alt. 8 Jahre später, der nächste Nobelpreis: in Chemie. Sie lehrte als erste Professorin an der Sorbonne. Nachdem ihr Mann bei einem Unfall gestorben war, übernahm sie dessen Lehrstuhl.

Galileo Spezial Superbrains - Marie Curie

Galileo Spezial Superbrains - Marie Curie

Galileo Spezial Superbrains - Marie Curie

Marie Curie hatte keine Ahnung, in welcher Gefahr sie sich begibt, als sie nach einer unbekannten Strahlung suchte. Während ihrer Forschung geht es ihr gesundheitlich immer schlechter. Doch schließlich entdeckte sie die radioaktiven Substanzen Polonium und Radium.

Die Geschichte von Marie Curie als Film

Sabrina Gonzalez Pasterski - Einstein der Gegenwart?


Sabrina Pasterski ist eine geniale Physikerin. Selbst Stephen Hawking zitiert ihre Forschung.
© picture alliance/ZUMA Press

 

Wenn sie nicht schläft, macht sie Physik - Forscherkollegen erwarten von der jungen US-Amerikanerin (geb. 1993) in den Naturwissenschaften bahnbrechende Erkenntnisse. Sabrina Gonzales Pasterski gilt als neuer Einstein. Ein Superbrain!

Mit 14 baute sie ihr eigenes Flugzeug. Sie studierte am Massachusetts Instiute of Technologie. Abschluss mit Bestnote! Mit 21 Jahren begann sie ihre Promotion in Harvard, die sie mit Bestnote abschloss. Sie forschte unter anderem zu schwarzen Löchern.

Science Slam - Bühne frei für redegewandte Nachwuchs-Forscherinnen

Relativitätstheorie, Darmgesundheit, Verhaltensökologie - klingt staubtrocken, ist aber richtig unterhaltsam. Beim Science Slam bekommen Wissenschaftler eine Bühne und präsentieren ihre Forschungs-Themen knackig, kreativ und mit Witz. Immer mehr Frauen machen mit - und sind dabei richtig erfolgreich.

Achtung, jetzt wird's affig. Kennst du Larvensifakas? Das ist eine Lemuren-Art. Katja Rudolph nimmt dich mit auf eine Forschungs-Reise in den Trockenwald in Madagaskar. Dort forschte sie 2 Jahre. Sie promoviert am Deutschen Primatenzentrum in Göttingen. Im Video erzählt sie von einer ihrer großen Herausforderungen: Synchron kackende Affen. Hör selbst!

Damals: Lise Meitner - Kernphysikerin und eine der ersten Professorinnen Deutschlands

Otto Hahn, sagt dir was. Da gibt's doch ein Gymnasium, das so heißt. Aber Lise Meitner ... noch nie gehört. Dabei war sie eine der Vordenkerinnen im Atomzeitalter. Sie forschte rund 30 Jahre in Berlin zusammen mit dem Chemiker Otto Hahn. Die Wissenschaftlerin lieferte die Erklärung für die Kernspaltung und legte damit den Grundstein für spätere Atombomben - was sie zu ihrer Forschungszeit nicht ahnte. Sie wurde für den Nobelpreis vorgeschlagen, den aber Otto Hahn 1944 allein erhielt.

Wie ihr der Zugang zur Wissenschaft gelang? Über Umwege. Sie legte zunächst ein Lehrerinnen-Examen ab und begann mit 23 Mathe und Physik zu studieren.

Die Wissenschaft stand Frauen skeptisch gegenüber. Lise Meitner besuchte die Vorlesungen von Max Planck und wurde dessen Assistentin. Sie war die erste Frau in dieser Position und es war ihr Ticket in die Welt der Forschung.

Physikerin Lise Meitner und Otto Hahn


Physikerin Lise Meitner forschte zusammen mit Otto Hahn in Berlin zur Kernspaltung. Das Bild entstand 1925.
© picture-alliance / United Archives/TopFoto

Damals: Ada Lovelace - Pionierin des Programmierens, die zu Lebzeiten wenig Ruhm erfuhr

Sie erfand eine Computersprache, obwohl es erst 100 Jahre später Computer gab. Ada Lovelace (Augusta Ada Byron King) wurde 1815 in London geboren.

Die Forscherin entwickelte die Idee, Mathematik als Sprache zu verwenden. Zu Lebzeiten fand ihr Kommentar zur "Analytical Engine" wenig Beachtung. Heute gilt die Schrift als Grundlage der Informatik. Die Programmiersprache Ada ist nach der Pionierin benannt.

Die Tochter des Dichters Lord Byron stammte aus einer wohlhabenden Familie und genoss gute Bildung. Der Zugang zur Wissenschaft war für sie als Frau dennoch schwer. Ihr Mann soll ihr Schriften in der Bibliothek abgeschrieben haben. Sie selbst hatte als Frau nämlich keinen Zugang.

 

Ada Lovelace


Ada Lovelace legte 1843 den Grundstein für die moderne Informatik.
© picture-alliance / United Archives/TopFoto

Damals: Gertrude Elion - Arzneimittelforscherin revolutionierte die Medizin

Die Medizinerin hatte nie einen Doktortitel - aber einen Nobelpreis. Gertrude Elion revolutionierte die Entwicklung von Arzneimitteln. Die Medizinerin erforschte, wie Krankheitskeime Zellen verändern. Sie entdeckte Wirkstoffe gegen Leukämie, Gicht, Herpes und AIDS.

Gertrude Elion


Gertrude Elion erhielt 1988 den Medizin-Nobelpreis für ihre Leistung in der Arzneimittelforschung.
© picture alliance/APA/picturedesk.com

 

Geboren wurde sie 1918 in New York als Tochter von Einwanderern. Frauen war der Zugang zur Wissenschaft verwehrt. Sie arbeitete als Lehrerin und Laborassistentin. Mit dem Biochemiker George H. Hitchings forschte sie schließlich gemeinsam. Zusammen erhielt das kongeniale Team 1988 den Nobelpreis für Medizin.

Heute: Giulia Enders erklärt den Darm mit Bestseller-Charme

"Während meines Studiums merkte ich, wie stiefmütterlich der Darm in der Medizin behandelt wird", schreibt Guilia Enders im Vorwort ihres Bestseller "Darm mit Charme". Noch als Medizin-Studentin widmete sich die junge Frau also selbst der Erforschung des Themas.

2012 ging ihr Science-Slam-Video viral. Sie hatte Auftritte in Talk-Shows und schrieb ein Sachbuch, das noch immer weltweit verkauft wird. Doch statt sich im Ruhm zu suhlen, beendete sie ihr Medizin-Studium, promovierte und arbeitet als Ärztin. Ihr großer Verdienst: Stuhlgang und Darmgesunheit sind keine Tabu-Themen mehr.

Veröffentlicht: 19.05.2020 / Autor: Alena Brandt

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