Mit 25 Jahren verlierst du die meisten Freunde
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Mit 25 Jahren verlierst du die meisten Freunde

vor 2 Jahren

Was wären wir nur ohne Freunde? Nicht allzu viel wahrscheinlich. Denn sie machen unser Leben lebenswert und sind für unzählige tolle Erinnerungen verantwortlich. Wenn wir 25 Jahre alt sind, nimmt die Anzahl der Freunde jedoch ab. Aber warum ist das so?

Ihr seid über 25 Jahre alt? Dann entschuldigen wir uns schon mal, denn – obwohl viele meinen, dass das Leben mit 30 „endet“ – mit 25 geht es bergab. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, wenn man sich auf die Anzahl der Freunde bezieht. Bis zu diesem Alter gewinnen wir neue Freunde, danach sinkt die Kurve.

Herausgefunden haben das Forscher der Aalto University School of Science in Finnland und der University of Oxford. Grundlage bieten ihnen Handy-Daten von 3,2 Millionen Europäern. Das ist eine ganze Menge. Hauptsächlich ging es um getätigte Anrufe, die natürlich alle anonymisiert ausgewertet wurden.

Und die Auswertung zeigt an, dass man im Alter von 25 mit den meisten, unterschiedlichen Menschen telefoniert. Bevor ihr jetzt aufschreit und angebt, dass man heutzutage ja gar nicht mehr telefoniere: Die Daten stammen aus dem Jahr 2007, die Ergebnisse wurden erst jetzt veröffentlicht. Und im Jahr 2007 wurde bekanntlich das erste iPhone entwickelt. So lange ist das her. Damals haben wir wohl noch viel telefoniert (und nicht nur Facebook und WhatsApp zum Kommunizieren benutzt).

Und ja, Telefonieren allein gibt keinen Aufschluss darüber, wie viele Freunde man wirklich hat. Aber es zeigt zumindest, in welchen Kreisen wir uns bewegen. Oder vielmehr, wie groß diese Kreise sind. Und sie werden kleiner, je älter wir werden. Sie steigen, bis wir 25 sind und nehmen dann ab. Was daran liegen mag, dass wir ab da anfangen, unsere Prioritäten anders zu setzen. Karriere, Kinder, Familie. Wir ziehen um, verlieren den Kontakt mit alten Studienfreunden, aus der Heimat usw. Wir haben prinzipiell nie Zeit, sind im Dauerstress. Sagen Treffen ab.

Das endet erst zwischen 45 und 55 verrückter Weise. Da sammeln wir nochmal neue Freundschaften. Vielleicht, weil dann die Kinder aus dem Haus sind und wir wieder mehr Zeit für uns selbst haben.

Freunde

Freundschaften im Laufe des Lebens
Links: beide Geschlechter; rechts: unterteilt nach Männern und Frauen
© Sex differences in social focus across the life cycle in humans

Auch interessant: In jungen Jahren haben Männer mehr Freunde als Frauen. Die Forscher erklären das damit, dass Frauen einige wenige, aber sehr gute Freundinnen haben, während Männer eher ein größeres Netzwerk an loseren Freundschaften besitzen. Ab 39 haben die Frauen dann wieder mehr Freunde als die Männer. Zu diesem Zeitpunkt haben beide Geschlechter „nur“ zwischen zwölf und 15 Freunde.

Das wiederum schieben die Wissenschaftler den Frauen zu, die durch ihre Kinder und Enkel mehr Kontakte haben, als die Ehemänner. Denn es sind eher die Frauen, die für „Updates“ rund um Familie und Beruf verantwortlich sind.

Über eine ähnliche Studie berichteten wir vor ein paar Wochen: Die drehte sich jedoch darum, dass jeder nur fünf beste Freunde haben kann. Lest sie hier nach.

Und was sagt uns das jetzt? Genießt eure Freundschaften, so lange ihr sie habt. Verlinkt eure Freunde im Facebook-Post und macht sie darauf aufmerksam. Wir werden wohl viel zu schnell viel zu wenig Kontakt haben.

Ziemlich beste Freunde sind auch diese beiden hier. Und sie brauchen auch nicht viel mehr. Gemeinsam wollen sie ihr Dorf vor einer Überschwemmung retten; und zwar mit dieser Strategie:

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