Mythos oder Wahrheit: Lippenpflege trocknet Lippen aus
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Mythos oder Wahrheit: Lippenpflege trocknet Lippen aus

vor 2 Jahren

Besonders in der kalten Jahreszeit haben wir trockene und aufgerissene Lippen. Wir zeigen euch, welche Pflege hier am besten hilft. Und vor allem klären wir, was Lippencremes eigentlich bewirken und ob sie wirklich hilfreich bei spröden Lippen sind. 

Warum werden die Lippen eigentlich rau?

Unsere Lippen haben so gut wie keine Schweiß- oder Talgdrüsen. Diese Drüsen könnten einen Schutz vor Kälte sein und das Austrocknen verhindern. Dementsprechend können unsere Lippen keine Feuchtigkeit produzieren. Lediglich der Mundspeichel hält die Lippen feucht. Somit sind sie besonders der kalten Jahreszeit (aber auch starker Sonneneinstrahlung) ausgeliefert. Trockene Lippen können aber auch durch zu weniges Trinken, Stress und Belastung auftreten. Eine böse Begleiterscheinung sind eingerissene Mundwinkel. Wenn diese nach zwei bis drei Tagen nicht verheilen, solltest du einen Arzt aufsuchen. Denn Bakterien können in die Risse eindringen und sich vermehren. Außerdem solltest du dich auf Vitamin-, Eisen-, oder Zinkmangel testen lassen. Denn eingerissene Mundwinkel können auch eine Mangelerscheinungen sein.

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Das solltest du auf alle Fälle vermeiden

Da die Lippen keinen natürlichen Schutz durch Drüsen besitzen, die das Austrocknen verhindern, solltest du nicht noch zusätzlich deine Lippen lecken. Zwar fühlt sich das Befeuchten mit der Zunge kurzzeitig beruhigend an, doch auf Dauer wird dein Hautzustand schlechter. Denn dein Speichel verdunstet und somit wird deinen Lippen Feuchtigkeit entzogen. Die Folge: die Lippen sind trockener als davor und werden schneller rau und platzen auf.

Was muss ich bei Lippenbalsam beachten?

Jeder möchte einen geschmeidigen Mund, ob Frauen oder Männer. Eins ist klar, sind die Lippen bereits rissig, sollten keine parfümierte oder farbstoffhaltige Produkte benutzt werden. Grundsätzlich besteht keine Gefahr Lippenbalsam zu benutzen, im Gegenteil, es soll die Lippen ja pflegen. Pflegestifte legen eine Fettschicht auf deine Haut, damit die gespeicherte Feuchtigkeit in deinen Lippen nicht verdunstet. Trotzdem sind nicht alle Produkte unbedenklich. Mineralöle schaden deinen Lippen. Demnach solltest du Lippenpflege ohne diesen Inhaltsstoff wählen. Auch Kosmetika mit viel Feuchtigkeit sind kontraproduktiv. Denn unseren Lippen fehlt es an Fetten, die die Feuchtigkeit festhalten. Je höher der Fettanteil, desto besser. In der Naturkosmetik sind diese Mineralöle nicht erlaubt. Folglich ist Kakaobutter, Sheabutter, Kokosöl oder Jojobaöl unbedenklich. Aber auch nachts Bio-Honig auf die Lippen kann sie zart und geschmeidig machen.

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Kann man wirklich süchtig von Lippenpflege werden?

Dieser Mythos ist in aller Munde. Doch wirklich abhängig kann man das nicht nennen. Lippenbalsam schadet den Lippen meist nicht, sondern soll durch enthaltende Fette viel mehr schützen. Was die Pflegeprodukte jedoch nicht können ist eine Wunderheilung. Setzt man sie ab, so kommen die spröden Lippen schnell wieder. Doch das kann man nicht als Abhängigkeit bezeichnen. Vielmehr sollte man die richtige Produkte wählen oder bei Dauertrockenheit zum Arzt gehen, da es auch eine Mangelerscheinung sein kann.

Aber trotzdem Vorsicht

Der kontraproduktive Nebeneffekt von ständigem Cremen ist jedoch, dass man das Gefühl für die natürliche Trockenheit der Lippen verliert. Produkte mit Paraffinölen und -wachsen (die aus Mineralöl bestehen) legen sich wie ein Film auf die Haut. So trocknen die Lippen noch mehr aus. Dadurch wird die Pflege öfter aufgetragen und verschlimmert die Rauheit. Auch Vaseline besteht beispielsweise zum Großteil aus Mineralölen – also Finger weg. Steht bei den Inhaltsstoffen „Paraffin“ (Paraffinum Liquidum), „Mineral Oil“ oder „Petrolatum“ solltet ihr ein anderes Produkt wählen.

Alles rund um den Lippenstift erfahrt ihr hier. Wer erfand ihn eigentlich und aus was besteht er?

Vom Kauen übers Küssen bis hin zum Atmen: unser Mund ist ein wahrer Alleskönner. Und ein Lebensraum für Milliarden von Kleinstlebewesen. Hier erfahrt ihr alles über unseren Mund. 

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