Neuer Hyperzug soll mit 6.430 Kilometern pro Stunde von Stadt zu Stadt reisen
via YouTube / Nicholas Garzilli

Neuer Hyperzug soll mit 6.440 Kilometern pro Stunde von Stadt zu Stadt rasen

vor 1 Jahr

Ein neues Transportkonzept sorgt weltweit für Schlagzeilen: Ein Unternehmen will bis 2025 einen Zug gebaut haben, der rund 6.440 Kilometer pro Stunde schnell sein soll. Damit würde er den Hyperloop bei Weitem übertreffen.

Das Rennen um die schnellste Vernetzung der Welt nimmt Fahrt auf. Immer wieder sorgt Elon Musks Unternehmen Hyperloop One mit der Ankündigung zukünftiger Hyperloop-Routen für Begeisterung. Die wichtigsten Infos dazu haben wir hier für euch zusammengefasst.

Doch nun ist der Hyperloop nicht mehr der einzige Superzug, durch den die Welt vernetzt werden soll. Das von Nick und Joanna Garzilli gegründete Unternehmen Hyper Chariot will den Hyperloop übertreffen. Der Präsident der Firma, Schauspieler Matthew Modine, stellt hier das Konzept und die Inspiration ihres Schnellzuges vor:

Der Hyperzug, der genau wie das Unternehmen „Hyper Chariot“ heißen soll, soll laut Modine vor allem effizient, nachhaltig und aufregend sein. Und natürlich schnell: Er soll eine Geschwindigkeit von 4.000 Meilen pro Stunde erreichen – das sind rund 6.440 Kilometer pro Stunde. Damit wäre er um ein Vielfaches schneller als der Hyperloop, der bis zu 1.220 Kilometer pro Stunde schnell wird. Zum Vergleich: Die Schallgeschwindigkeit liegt bei 1.234,8 Kilometern pro Stunde – der Hyper Chariot wäre fünfmal so schnell unterwegs.

Aber geht das überhaupt? Das ist schwierig einzuschätzen – zumindest die Gründer sind sich aber sicher. Hier die technischen Details: Der Hyper Chariot wird genau wie der Hyperloop aus einem Tunnelsystem und sehr leichten Transportkapseln bestehen. Die werden nur etwa 181 Kilogramm schwer und in etwa so groß wie ein Auto sein, also ein gutes Stück kleiner als die des Hyperloops. Darin haben ein bis sechs Menschen Platz:

Hyper Chariot
In den kleinen Kapseln wäre Platz für bis zu sechs Personen.
© via YouTube / Nicholas Garzilli

Hyper Chariot
Die Fahrgäste können zwar nicht nach draußen sehen, werden aber mit Virtual-Reality-Screens unterhalten.
© via YouTube / Nicholas Garzilli

Zum Vergleich: Beim Hyperloop sind es bis zu 40 Fahrgäste. Angetrieben werden die Kapseln von Hyper Chariot durch Solarenergie von Photovoltaik-Platten. Das würde den Superzug nachhaltiger als Flugzeuge und Autos machen. Laut dem Gründer Nick Garzilli sei es sogar die grünste Form der Transportation, die es auf diesem Planeten gebe.

Die Tunnel mit Magnetbahnen sollen im Durchmesser kleiner als zwei Meter sein. Bei dieser kleinen Größe sei das Durchbrechen der Schallmauer nämlich kein Problem mehr. Außerdem ließe sich das Tunnelsystem so leichter und günstiger in Städte einbauen als der größere Hyperloop, weil es über typischen Gehsteigen oder unterirdisch Platz hätte.

Gerade sammelt das Unternehmen Spenden, um fast fünf Kilometer lange Probestrecken namens „The Velocitator“ zu bauen. Sie sollen beweisen, dass das Projekt technisch umsetzbar und sicher für Fahrgäste ist. Allerdings wird die Geschwindigkeit dort anfangs nur 400 Meilen pro Stunde, also rund 644 Kilometer pro Stunde, betragen. Innerhalb von nur 18 Sekunden sollen die Kapseln diese Geschwindigkeit erreichen. Das ist beeindruckend. Aber wie die Geschwindigkeit später auf das Zehnfache gesteigert werden soll, wurde von dem Unternehmen noch nicht genau erklärt.

Die Teststrecken sollen ähnlich wie Fahrgeschäfte Vergnügungsfahrten mit Virtual-Reality-Extras anbieten – die Tickets dafür kann man schon jetzt kaufen. Die erste Strecke wird 2021 wahrscheinlich in einem Sportpark in Arizona eröffnet werden, es stehen aber noch andere Orte zur Diskussion. Für 2022 sind weitere in Indien, China und Großbritannien geplant. 2023 wird Australien folgen. Wenn alles gut läuft, kommt 2025 dann das eigentliche Ziel: Die ersten beiden Großstädte werden durch den Hyper Chariot verbunden – welche das sind, ist noch ein großes Geheimnis. Am Ende soll aber die ganze Welt vernetzt sein. Das heißt: Von New York nach Hollywood in 45 Minuten. Von München nach Paris in sechs Minuten.

Der Plan klingt super. Ob er tatsächlich auch umsetzbar ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Bis dahin ist es noch Zukunftsmusik, die wir gerne hören. Genau wie die mögliche Hyperloop-Strecke in Deutschland. Was da geplant ist, seht ihr hier:

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