Online-Shopping

Online-Shopping: So fällst du nicht auf Betrug rein

Kleidung, Smartphone und Turnschuhe kannst du gerade nicht in Geschäften kaufen - die sind wegen Corona geschlossen. Mehr Leute shoppen deshalb online. Gleichzeitig nimmt Betrug beim Online-Shopping zu. Wie du dich vor Abzocke schützt.
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Das Wichtigste zum Thema Betrug beim Online-Shopping

  • Seit der Corona-Pandemie kaufen mehr Leute online ein: Drei Viertel von ihnen schicken laut "Trendmonitor Deutschland" mindestens einmal pro Monat eine Bestellung ab.

  • Allerdings ist schon vor Corona jeder Vierte auf Betrug beim Online-Einkauf hereingefallen, so Bitkom.

  • Unseriöse Verkäufer nutzen aus, dass mehr Leute online shoppen: Polizei und Verbraucherschützer registrieren mehr Fälle und Anzeigen.

  • Was alles passieren kann: Du bezahlst, bekommst aber keine oder minderwertige Sachen. Betrüger können deine Identität klauen und auf deine Kosten einkaufen. Oder du schließt versehentlich ein teures Abo ab.

  • Geprellt werden kannst du beim Amazon-Marketplace, bei Ebay und bei vermeintlich echten Shop-Seiten. Aufpassen solltest du auch bei Angeboten via Instagram oder Facebook.

Mit dieser Masche arbeiten Fake-Shops

Besonders dreist gehen Betrüger vor, die Kunden mit Fake-Shops abzocken. Sie locken dich mit Schnäppchen. Aber sie bieten die Artikel nur zum Schein an. Die Produkte gibt es in Wirklichkeit gar nicht.

In Fake-Shops wird alles Mögliche angeboten: Elektronik-Artikel, Schmuck, Mode, Reisen und Flüge. Während Corona setzen die unseriösen Verkäufer auch auf Masken und Desinfektionsmittel.

Wenn du etwas bestellst, bekommst du entweder gar kein Paket oder Sachen in schlechter Qualität. Weil du schon bezahlt hast, bist du doppelt hereingefallen: Das Geld ist weg und die Ware nicht da.

Die dubiosen Shops sehen mit geklauten Produktbildern oft täuschend echt aus. Manchmal bauen die Kriminellen sogar reale Webshops nach, inklusive ähnlicher Web-Adresse. Oder sie bieten Fake-Artikel bei sozialen Netzwerken, Amazon oder Ebay an.

So erkennst du Fake-Shops und unseriöse Verkäufer

  • 🤑

    Die Preise sind extrem günstig - so sehr, dass es unrealistisch ist.

  • 🏳

    Die Web-Adresse sieht seltsam aus. Sie kann zum Beispiel als Länderkennung .ru oder .cn statt .de haben, oder es steckt "123" im Namen.

  • 🏷

    Ein Impressum ist nicht vorhanden oder es fehlen Angaben. Die DSGVO schreibt in der EU Namen des Seitenbetreibers, Adresse und Kontaktmöglichkeit vor.

  • 📃

    Es gibt keine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Darin steht zum Beispiel, wie du Waren zurücksendest. Manchmal sind die AGB nicht auf Deutsch vorhanden oder schlecht übersetzt.

  • 💰

    Du kannst in dem Shop nur auf eine einzige Art bezahlen. Aber Achtung, die Betrüger tricksen: Manchmal siehst du mehrere Bezahl-Optionen, aber am Ende kannst du doch nur via Vorkasse bezahlen.

Ist am Cyber Monday wirklich alles billiger?

Ist am Cyber Monday wirklich alles billiger?

Bei der einwöchigen Rabatt-Schlacht bieten die größten Online-Shops ihre Ware bis zu 50 Prozent günstiger an. Aber wo kann man die besten Schnäppchen abstauben - und wie schützt man sich vor Betrügern? Mehr dazu im Wissens-Countdown.

Augen auf beim Bezahlen im Internet

Deine Online-Einkäufe bezahlst du auf verschiedene Arten. Aber nicht alle sind gleich sicher. Geht etwas schief, kannst du das Geld nur manchmal zurückholen.

Verbraucherschützer raten, immer auf Rechnung einzukaufen, nicht per Vorkasse. Du zahlst erst, wenn du die Ware hast und sie in Ordnung ist. Mit der Option hast du den wenigsten Ärger. Allerdings bieten viele Shops das nicht an.

Sicher ist außerdem die Lastschrift: Du kannst Geld bei Betrug acht Wochen zurückbuchen. Das geht auch bei Zahlung via Kreditkarte. Trotzdem solltest du aufpassen, bei welchen Anbietern du deine Kartendaten hinterlässt.

Überweisungen kannst du nur innerhalb einer Stunde rückgängig machen. Das gilt auch für Giropay. Bei Geldtransfer-Diensten wie Western Union holst du Geld nur zurück, wenn der Empfänger es noch nicht abgeholt hat.

Bei Nachnahme gibst du das Geld dem Paketboten. Das ist ziemlich sicher. Allerdings weißt du da noch nicht, was wirklich im Päckchen ist.

Bei Paypal oder Klarna bist du durch den Käuferschutz abgesichert. Allerdings springt er nicht immer ein. Wenn der Verkäufer einen Versandbeleg hat, aber du kein Paket, hast du oft Pech gehabt.

Online-Bezahlsysteme im Vergleich

Online-Bezahlsysteme im Vergleich

Shoppen geht ganz bequem vom Sofa aus, doch viele fragen sich: Welche Bezahl-Methode ist die beste? Klarna, PayPal, Kreditkarte oder Giropay? Und wer steckt hinter den Namen?

Wie du sicher im Internet einkaufst

  • 📞

    Überprüfe den Shop: Google den Namen, lese vor allem negative Bewertungen und rufe die Kontakt-Nummer an.

  • 🔍

    Checke die Seriosität: Gibt es Impressum, ABG und eine sichere Zahl-Methode?

  • 🎖

    Achte auf ein unabhängiges Gütesiegel etwa von Trusted Shops - und darauf, ob es echt ist. Nur echte Siegel kannst du anklicken, dann landest du bei Trusted Shops.

  • 📧

    Lehne seltsame Bitten ab. Unseriöse Verkäufer wollen dich etwa dazu bringen, bei Paypal als Freund zu bezahlen, dann verlierst du den Käuferschutz. Oder sie wollen nicht über Ebay kommunizieren, sondern per E-Mail.

  • 🔑

    Schütze deine Daten im Internet: Achte auf sichere Passwörter und gib persönliche Informationen nicht einfach heraus. Falle nicht auf Phishing-Angriffe herein.

  • 🔒

    Seriöse Shops übertragen Daten verschlüsselt. Das erkennst du am kleinen Schloss-Symbol neben der Web-Adresse. Ansonsten steht dort "Nicht sicher".

  • 🛑

    Wenn du unsicher bist oder dir irgend etwas komisch vorkommt, verzichte lieber auf den Kauf.

Hilfe, ich bin auf Betrug reingefallen – und jetzt?

  • Wenn du Betrügern auf den Leim gegangen bist, handle schnell.
  • Kontaktiere deine Bank und versuche, das Geld zurückzuholen.
  • Lasse die Kreditkarte sperren, wenn du mit ihr gezahlt hast.
  • Hast du Paypal oder Klarna genutzt, melde dich beim Kundenservice und eröffne einen Fall.
  • Informiere die Plattform, bei der du eingekauft hast, etwa Instagram oder Ebay.
  • Mache Screenshots des Shops und drucke alle Beweise für den Kauf aus - auch E-Mails.
  • Gehe zur Polizei und erstatte Strafanzeige gegen den Shop-Betreiber.

Wie oft kaufst du online ein?

Veröffentlicht: 26.02.2021 / Autor: Claudia Frickel