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Säen und pflanzen

Pflanzen ansäen: So gelingt's, auch wenn du keinen grünen Daumen hast

Du würdest gern dein eigenes Gemüse ernten? Hier erfährst du, wann was ausgesät wird, wie man Samen aus Kernen gewinnt - und welche Apps dir grünes Know-how liefern.
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Das Wichtigste zum Thema Aussaaten

  • Bei der Aussaat wird das Saatgut in die Erde gebracht. Samen kann man auf Feldern, auf Beeten, in Anzucht-Gefäßen, Töpfen oder Schalen ausbringen.

  • Ein Sämling ist eine junge Pflanze, die durch Keimung aus einem Samen entsteht. Wächst der Sämling heran, wird er zu einem Setzling.

  • Je nach Jahreszeit werden unterschiedliche Pflanzen-Samen gesät. Ein Aussaat-Kalender (siehe unten) zeigt den jeweils optimalen Zeitraum an.

  • Wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten, Paprika oder Auberginen muss man vorziehen - beispielsweise in einem Gewächshaus oder auf der Fensterbank.

  • Unempfindliche Samen benötigen keine Vorkultur. Für die direkte Aussaat ins Garten-Beet eignen sich unter anderem Radieschen, Möhren, Bohnen, Spinat und Feldsalat.

Gemüse, Kräuter, Blumen: Wann was ausgesät wird

5 Dinge, die du beim Aussäen beachten solltest

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    Verwendet wird Anzucht-Erde. Der niedrige Nährstoff-Gehalt sorgt dafür, dass die jungen Pflanzen kräftige Wurzeln bilden und nicht zu schnell in die Höhe schießen.

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    Die Erdschicht auf einem Beet sollte 3 bis 4 Zentimeter hoch sein, Töpfe befüllt man bis zu 1 Zentimeter unter dem Rand mit Erde.

  • 💦

    Die Erde vor der Aussaat befeuchten. Auch danach müssen frisch gesäte Samen feucht gehalten werden.

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    Größere Samen (Erbsen oder Bohnen) werden etwa 2 Zentimeter tief im Boden versenkt, feine Samen (Möhren oder Sellerie) nur rund 0,5 Zentimeter. Faustregel: Als ideale Saat-Tiefe gilt der doppelte Samen-Durchmesser.

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    Pro Topf können es je nach Größe 2 bis 5 Samen sein. Bei der Aussaat ins Beet kommt es darauf an, den empfohlenen Abstand einzuhalten, damit die Keimlinge sich später nicht in die Quere kommen.

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Samen kaufen: Worauf es dabei ankommt

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    Wer Samen kaufen möchte, wählt am besten Bio-Saatgut. Die Pflanzen dafür werden ohne Einsatz von Pestiziden auf ökologisch bewirtschafteten Äckern angebaut. Herkömmliches Saatgut wird nach der Ernte üblicherweise chemisch behandelt, um es haltbarer zu machen. Mitunter ist es auch gentechnisch modifiziert.

DIY: Wie du Samen aus Kernen gewinnst

🍅 Du benötigst vollreife Tomaten. Die Kerne mit einem Löffel herausschaben und in ein Glas mit Wasser geben, etwas Zucker hinzufügen und 2 Tage stehen lassen: In dieser Zeit gären die Keime, und die gallert-artige Schicht löst sich ab.

🍅 Schütte dann mit Hilfe eines Siebs das Wasser ab, wasche die Samen und breite sie auf einem Geschirrtuch oder Zeitungspapier aus. Das Trocknen kann 1 bis 3 Wochen dauern.

🍅 Das Saatgut in einem Glas mit Schraub-Verschluss, einer Dose oder Papiertüte kühl und dunkeln lagern. Wenn du die Samen im kommenden Jahr zwischen Januar und April aussäst, kannst du zwischen Juli und Oktober Tomaten pflücken.

🎃 Einen Kürbis lässt man nach der Ernte noch 1 Monat nachreifen. Dadurch werden seine Samen keimfähiger.

🎃 Die Kerne mit einem Löffel aus dem Fruchtgemüse lösen, waschen und etwa 2 Tage lang trocknen. Vollständig getrocknet sind die Kerne, wenn sie sich nicht mehr biegen lassen, sondern bei dem Versuch zerbrechen.

🎃 Kürbis-Samen kannst du auch in der Gefriertruhe aufbewahren, verpackt in einer Box oder einem Beutel. Ausgesät werden sie im Mai und Juni, die erste Kürbis-Suppe gibt's dann womöglich schon im Juli.

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Veröffentlicht: 16.04.2021 / Autor: Heike Predikant