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Pfui Spinne! Die häufigsten Phobien und was du dagegen tun kannst

Kriechtiere, Flugzeuge, große Plätze – auf der Liste der Phobien gibt es nichts, was es nicht gibt. Hier verraten wir dir die häufigsten Ängste.

Das Wichtigste zum Thema Die häufigsten Phobien

  • Eine Phobie ist eine Angststörung, die im schlimmsten Fall eine Panikattacke auslösen kann. Dann kommt es zu Symptomen wie Herzrasen, Schweißausbrüchen, Schwindel und Übelkeit, die Betroffene völlig außer Gefecht setzen können.

  • Allgemein lassen sich Phobien in 3 Hauptkategorien unterteilen: Agoraphobie (die Angst vor öffentlichen Plätzen), Spezifische Phobie (Furcht vor speziellen Objekten oder Tieren) und Soziale Phobie (beispielsweise die Angst, sich vor anderen Menschen zu blamieren).

  • Es gibt verschiedene Ursachen für eine Phobie: Sie kann in der Kindheit durch das Verhalten der Eltern erlernt sein oder durch ein traumatisches Erlebnis oder ungelöste Konflikte ausgelöst werden.

Die Liste der 5 häufigsten Phobien

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    Die häufigste Phobie ist die Agoraphobie. Sie wird auch als "Platzangst" oder "Raumangst" bezeichnet, da die Betroffenen große, öffentliche Plätze mit vielen Menschen und mangelnden Fluchtmöglichkeiten fürchten. Das Gegenteil davon ist die Klaustrophobie, die Angst vor geschlossenen Räumen.

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    Die Angst vor Spinnen betrifft etwa jeden 10. Deutschen. Der Fachbegriff lautet Arachnophobie. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Deshalb werden letztere immer gerufen, um den achtbeinigen Eindringling zu entfernen.

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    Die Aerophobie wird allgemein als Flugangst bezeichnet. Betroffene befürchten, dass das Flugzeug abstürzen könnte, und haben meist schon Tage vor dem Flug Schweißausbrüche und Panikattacken. Dabei zählen Flugzeuge zu den sichersten Verkehrsmitteln.

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    Du wohnst im dritten Stock, aber traust dich nicht auf den Balkon? Dann leidest du wie viele andere unter Akrophobie, der Höhenangst. Betroffene bekommen in der Höhe weiche Knie und Schwindelattacken, da sie sich vor einem Sturz in die Tiefe fürchten.

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    Weit verbreitet ist auch die Soziale Phobie. Das kennst du vielleicht noch aus der Schule, wenn du bei einem Referat Angst hattest, dich vor den Mitschülern zu blamieren. Die Betroffenen befürchten, bei sozialen Interaktionen negativ bewertet zu werden. Im Extremfall meiden sie die Begegnung mit anderen Menschen.

Sind Phobien heilbar?

  • Prinzipiell sind fast alle Phobien heilbar, sofern der Phobiker das möchte und sich für die Therapiemethode öffnet. Manche Ängste lassen sich recht einfach therapieren, bei anderen kann es Jahre dauern. Das hängt meist davon ab, wie extrem die Angst ausgeprägt ist. Als Beispiel die Angst vor Spinnen: Während die einen kein Problem mit kleinen Minispinnen haben und sich nur vor den großen schwarzen Spinnen fürchten, bekommen andere sofort eine Panikattacke, wenn sich vor ihnen ein kleines, schwarzes Pünktchen am Faden abseilt.
  • Gute Ergebnisse erzielt die kognitive Verhaltenstherapie, bei der du dein Verhalten analysierst und ändern kannst. Die häufigste Therapiemethode bei Spezifischen Phobien ist die Konfrontationstherapie, bei der du deiner Angst im Beisein des Psychotherapeuten ausgesetzt wirst. Bei der Therapie von Spinnenangst trainierst du gezielt den Kontakt zu Spinnen. Eine Soziale Phobie wird am besten durch eine Gruppentherapie behandelt. Entspannungstechniken können zusätzlich helfen, mit der Angstsituation besser umzugehen.
Veröffentlicht: 16.11.2019 / Autor: Galileo

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