Phantombild aufgrund von DNA: Wird der Bennett-Mörder jetzt endlich gefasst?
Aurora Police Department/Parabon Snapshot
Life,

Phantombild aufgrund von DNA: Wird der Bennett-Mörder jetzt endlich gefasst?

vor 1 Jahr

Vor 32 Jahren ermordete ein Unbekannter die Bennett-Familie auf brutalste Art und Weise in einem Vorort der US-amerikanischen Stadt Denver. Die örtliche Polizei hat jetzt neue Bilder veröffentlicht, die auf Basis der am Tatort gefundenen DNA erstellt wurden. Wird der Unbekannte endlich gefunden?

Es ist wirklich tragisch, was sich zwischen dem 15. und 16. Januar 1984 im beschaulichen Vorort Aurora abgespielt hat: Ein Unbekannter tötete den 27-jährigen Bruce Bennett, dessen Frau Debra (26) und die 7-jährige Tochter Melissa. Nur die jüngste der Familie, die dreijährige Vanessa, überlebt nach schweren Verletzungen nur knapp. Der Mann prügelte seine Opfer regelrecht zu Tode, missbrauchte die Mutter sexuell. Gefasst wurde er allerdings nie.

Jetzt klammert sich die Polizei in Aurora an einen neuen Hoffnungsschimmer: Gemeinsam mit dem Laboratorium Parabon Snapshot hat sie Phantombilder anfertigen können. Diese wurden mit Hilfe von DNA Phänotypisierung erstellt. Das heißt, es wurde das genetische Material, das der Täter am Tatort hinterlassen hat, genutzt. Daraus konnten Forscher die Augen-, Haar-, und Hautfarbe, Herkunft, Hautpigmentierung und die Gesichtsform vorhersagen. Es ist das erste Mal, dass man dem Bennett-Mörder ein Gesicht zuordnen kann.

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Die Polizei gibt zu, dass diese Methode nur eine ungefähre Vermutung des Äußeren des Täters zulässt. Seine Ernährungsgewohnheiten, ob er trinkt und/oder raucht, Gesichtsbehaarung, Frisur, Tattoos, Narben und andere Faktoren, die das Aussehen eines Menschen bestimmen, können natürlich nicht durch diese Methode vorausgesagt werden. Aber aus den Informationen hat das Parabon Snapshot Labor gleich zwei Bilder angefertigt: Eines zeigt den Täter im Alter von 25 Jahren (etwa das Alter, das er während der Tat hatte), das andere zeigt ihn im Alter von 55 Jahren.

Bereits in der Vergangenheit hat die Polizei die gefundene DNA des Mörders am Tatort mit verschiedenen nationalen und internationalen Datenbanken abgeglichen – ohne Erfolg. Jetzt hoffen sie, dass die Phantombilder endlich Klarheit bringen und den kaltblütigen Täter überführen können. Vielleicht bekommt dann auch die heute 35-jährige Vanessa endlich ihren Frieden und erfährt, wer ihre Familie so brutal ausgelöscht hat.

Erstaunliche Fortschritte in der polizeilichen Ermittlungstechnik sorgen dafür, dass kaum ein Verbrecher sich auf Dauer sicher fühlen kann. Mittels genetischer Fingerabdrücke, mikroskopischer Spuren, selbst anhand von Gerüchen lassen sich Täter inzwischen überführen. Hier zeigen wir euch die spannendsten Mythen der Kriminalgeschichte:

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