Probiert es aus: Mit diesem Trick motivieren sich die Marines
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Probiert es aus: Mit diesem Trick motivieren sich die Marines

vor 2 Jahren

Puh. Selbstmotivation ist nicht immer leicht. Gerade, wenn es um so spannende Dinge wie Steuererklärung, Putzen oder lästige Telefonate geht. Die US-Marines nutzen eine Variante, ihr Gehirn auszutricksen, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

Als General Charles C. Krulak 1995 Kommandant des Marine Corps wurde, bekam er keine richtigen Männer vorgesetzt. Dem Journalisten und Buchautoren Charles Duhigg beschrieb Krulak die Situation wie folgt: „Alles, was sie wussten, war, so wenig wie möglich zu tun. Es war, als würde man mit einem Haufen Waschlappen zusammenarbeiten. Aber Marines dürfen keine Waschlappen sein.“

Motivation

Charles C. Krulak
31. Commandant of the Marine Corps
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Klar, Marine zu sein ist nicht einfach. Man muss in kürzester Zeit schwierige Entscheidungen treffen. Man sollte hart sein. Aber wie bildet man solche Menschen aus? Und wie motiviert man sie?

Um das herauszufinden, ist Krulak in die Tiefen der menschlichen Psyche vorgedrungen. Naja, das waren später die Psychologen, aber er hat damit angefangen. Beim Studieren früherer Forschungen fiel ihm auf, dass es ein hervorstechendes Zeichen für Selbstmotivation und Erfolg gab. Die internale Kontrollüberzeugung.

Die internale versus externale Kontrolle der Verstärkung

Das ist ein Begriff aus der Verhaltenspsychologie. Es geht darum, mit welchem Ausmaß eine Person denkt, dass das Auftreten eines Ereignisses abhängig von ihrem eigenen Verhalten ist. Unterschieden wird zwischen internaler und externaler Kontrollüberzeugung.

Denken wir, dass Dinge als Konsequenz unseres eigenen Verhaltens passieren (dass wir daran Schuld sind), ist das die internale Kontrollüberzeugung. Glauben wir, dass wir nichts dafür können, ist das die externale Kontrollüberzeugung. Wenn also entweder andere Personen die Dinge beeinflussen oder so etwas wie Schicksal oder Glück dazukommt.

Dabei ist es unabhängig, warum die Dinge tatsächlich passieren. Es hängt nur davon ab, was wir glauben, warum sie passieren. Und was wir glauben, entscheiden wir nicht bewusst. Zumindest könnt ihr nicht von einem zum anderen wechseln, nur weil ihr diesen Text lest. Das muss man erlernen.

Denn „besser“ scheint die internale Kontrollüberzeugung zu sein. Viele Studien bestätigen das: Schüler sind besser in der Schule, man kann besser mit Stress umgehen, man ist gesünder, man ist zufriedener im Beruf, man ist zielorientierter usw.

Motivation

Nachdem Krulak das herausgefunden hatte, musste er seine Rekruten also Richtung internaler Kontrollüberzeugung ausbilden. Beispielsweise sagte er keinem Soldaten, dass er der geborene Anführer wäre. Denn auf „schon so geboren“ haben wir keinen Einfluss. Stattdessen bringt er seinen Auszubildenden bei, dass man diese – und andere – Fähigkeiten erlernen kann.  Und lobt erst, wenn sie das durch eigene Anstrengung erreicht haben.

Und dieses selbst beeinflussen wiederum zwingt einen dazu, Entscheidungen zu treffen, im Falle der Soldaten sogar ziemlich schnelle. Und Fakt ist: Je häufiger wir Entscheidungen selbst treffen müssen, umso mehr stärken wir unsere internale Kontrollüberzeugung.

Nachdem Krulak das Training nach diesen Erkenntnissen umgebaut hat, sei der Leistungsgrad der Soldaten um 20 Prozent gestiegen. Und wenn das bei den Marines klappt, tut es das bestimmt auch bei euch.

Also fangt an, viele kleine Entscheidungen in euren Alltag einzubauen. Denn so motiviert ihr euch automatisch. Beispielsweise, wenn ihr keine Lust habt, eure E-Mails zu beantworten. Sagt konkret, dass ihr jetzt die fünfte Mail von unten beantworten werdet. Und es wird einfacher werden. Oder wenn euch jemand fragt, ob ihr mit zum Mittagessen kommt. Sagt: „Ja klar, aber wir müssen zum Chinesen gehen.“ Diese Entscheidungen geben euch das Gefühl, die Kontrolle zu haben. Und langfristig kann das euer Leben deutlich vereinfachen.

Wie kann man sich noch motivieren? Dieser Chef wollte seine Angestellten zu mehr Motivation verhelfen und schenkte ihnen einfach mal eine Luxusreise. 6.400 Angestellten. So kam es dazu:

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