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Meldungen von Russland und der Ukraine

Propaganda im Internet: So kannst du sie enttarnen

Während des russischen Krieges in der Ukraine kursieren im Internet viele Behauptungen. Ob es sich dabei um die Wahrheit handelt, prüfen meist Profis von Recherche-Netzwerken. Aber auch du kannst Propaganda aufdecken. Wir verraten dir wie. Im Clip: Die Troll-Fabrik in Russland.
Propaganda im Internet: So kannst du sie enttarnen
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Propaganda im Internet

  • Während des russischen Krieges gegen die Ukraine tauchen immer wieder Bilder und Videos des Geschehens bei Social Media auf. Manche Fotos und Bewegtbilder werden mit Hilfe von Netzforensik, also der Spurensuche im Internet, als gefälscht entlarvt.

  • Das Internet wird aber nicht nur bei Krieg dafür genutzt, mit falschen Fotos und Videos Propaganda zu betreiben.

  • So stand im US-Wahlkampf 2016 vor allem die Präsidentschafts-Kandidatin Hillary Clinton im Fokus von Propaganda. Selbst ihr Gegner Donald Trump griff unbelegte Behauptungen auf, um seine Kontrahentin zu diskreditieren.

  • Auch in der Corona-Pandemie nutzen Verschwörungs-Theoretiker:innen das Internet, um vermeintliche Wundermittel gegen das Virus zu preisen, unbelegte Behauptungen über die Impfung in Umlauf zu bringen oder gleich ganz die Existenz des Corona-Virus zu leugnen.

Wer analysiert Bilder & Videos

  • 💬

    Zunächst gehört es zu den Pflichtaufgaben von Journalist:innen, Informationen zu prüfen. Unter anderem sollten Informationen von mindestens 2 voneinander unabhängigen Quellen bestätigt werden.

  • ☑️

    In den letzten Jahren haben immer mehr Medienhäuser eigene Faktenchecker-Teams gebildet. Deren Aufgabe ist es, Behauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen und die Prüfung transparent darzulegen.

  • 👨‍💻

    Dazu kommen Recherche-Netzwerke wie Bellingcat, die sich das Ziel vorgenommen haben, Vertuschungen von Staaten und Unternehmen aufzudecken.

  • 🕵️‍♀️

    "OSINT" ermöglicht es inzwischen sogar Privatpersonen, Informationen zu untersuchen und Falschinformationen zu entlarven.

Was ist OSINT

Der Begriff OSINT kommt eigentlich aus der Geheimdienstwelt und steht für Open Source Intelligence. Es beschreibt das Sammeln von Informationen mit Hilfe frei zugänglicher Quellen. So werden unter anderem Satellitenbilder sowie Social-Media-Kanäle wie Tiktok genutzt, um beispielsweise den Aufmarsch russischer Truppen an der Grenze zu Ukraine im Januar 2022 offenzulegen.

Welche Ziele Propaganda hat

  • Die Ziele von Propaganda können vielfältig sein. Die Verbreitung von Falsch-Informationen kann wie im Fall von Russlands Präsident Wladimir Putin dazu dienen, das eigene Handeln zu rechtfertigen.

  • Es kann auch das Ziel sein, von eigenen Taten abzulenken und diese zu verschleiern.

  • Wie in Wahlkämpfen häufig der Fall kann Propaganda auch das Ziel haben, andere Personen in der Öffentlichkeit zu diskreditieren.

So kannst du die Verbreitung von Fake News bremsen

  • 🔍

    Bevor du einen Post bei Social Media teilst oder einen Link per Messenger weiterschickst, solltest du dir genau anschauen, was du da verschickst.

  • 🤳

    Wichtig ist zunächst zu prüfen, wer die Information gepostet hat. Kommt sie von Journalist:innen, von Medien oder aus einer anderen Quelle? Welchen Ruf haben diese Personen oder Medien? Wie viele Follower haben die Quellen? Wie lange existieren die Accounts schon?

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    Der nächste Schritt: Prüfe die Information selbst. Du kannst sie zum Beispiel googeln, um herauszufinden, ob auch vertrauenswürdige Nachrichtenportale darüber berichten. Findest du keine weiteren Quellen, solltest du äußerst vorsichtig sein.

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    Außerdem kannst du bei Bildern zum Beispiel über die Google Reverse Image Search herausfinden, ob sie nicht vielleicht in einem anderen Zusammenhang zu einer anderen Zeit aufgenommen wurden.

  • 📲

    Faktencheckern von AFP, dpa und Correctiv kannst du eine fragwürdige Information als Nachricht per Whatsapp schicken. Als Antwort wird dir ein Faktencheck dazu geschickt. Die Nummern der Faktenchecker: AFP (+49 172 2524054), dpa (+49 160 3476409) und Correctiv (+49 151 17535184).

Veröffentlicht: 01.03.2022 / Autor: Johannes Huyer