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Schlaumeier gesucht: Warum kämpfen wir gegen den "inneren Schweinehund"?

Ob Sport machen oder die Wohnung putzen, da muss man manchmal erst den "inneren Schweinehund" überwinden. Doch worauf geht dieser Ausdruck zurück? Hat er tatsächlich etwas mit einem Tier zu tun? Du erfährst es gleich.

Schlaumeier-Wissen

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    Der "innere Schweinehund" beschreibt sinnbildlich die Willensschwäche einer Person, die sie daran hindert, unangenehme Aufgaben anzupacken. Um ihn zu überwinden, wird Selbstdisziplin benötigt.

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    Doch worauf geht der Begriff zurück? Auf ein mittelalterliches Gericht? Ein Märchen? Oder ein Kartenspiel? Nein, er bezieht sich auf einen historischen Jagdhund.

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    Sauhunde, auch Schweinehunde genannt, wurden bis ins 19. Jahrhundert hinein bei der Jagd auf Wildschweine eingesetzt. Ausgewachsene Tiere, vor allem starke Keiler, waren für die Jäger eine lebensbedrohliche Gefahr - daher brauchten sie die Hunde zur Unterstützung.

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    Der Sauhund hetzte das Wild - und ermüdete es dadurch. Diese Eigenschaft wird auch dem "inneren Schweinehund" nachgesagt, den es redensartlich zu besiegen gilt.

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    Studenten verwendeten den "Schweinehund" einst als Schimpfwort. Als abwertende Bezeichnung für eine Person, die sich nicht regelgerecht verhielt.

(Tierische) Prokrastination: Der innere Schweinehund und die "Aufschieberitis"

Veröffentlicht: 04.05.2020 / Autor: Heike Predikant

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