Frau auf Couch hält sich die Ohren zu

Schlechte Laune? Super! Sie macht dich produktiver!

Miesepeter? Stinkstiefel? Kein Problem. Studien zeigen: Schlechte Laune ist sogar gut. Denn sie hat eine wichtige Funktion und schützt uns in vielen Alltags-Situationen. Plus: Wie du aus dem Stimmungs-Tief heraus kommst. Im Clip: So bleibt die Psyche in Corona-Zeiten gesund.
0

Das Wichtigste zum Thema Schlechte Laune

  • Das Wetter, ein blöder Satz vom Kollegen oder ein geplatzter Termin. Die Gründe, warum du schlechte Laune hast, können vielfältig sein.

  • Es gibt sogar viele bekannte Beispiele für einen Griesgram. Zum Beispiel Oscar the Grouch aus der Sesamstraße, der Grinch oder aus dem echten Leben Schauspieler Klaus Kinski.

  • In der heutigen Zeit gilt schlechte Laune aber nicht mehr als erwünscht. Rund um Social Media herrscht die “Think positive”- und “Be happy”-Philosophie. Die Idee: Schlechte Laune ist Zeitverschwendung.

  • Dabei hat schlechte Laune mehrere wichtige Funktionen. In erster Linie zeigt sie dir auf, dass etwas nicht stimmt.

Wie zeigt sich schlechte Laune?

  • 😡

    Du bist wütend, weil etwas nicht geklappt hat.

  • 🙄

    Du bist gereizt, weil etwas zu lange dauert.

  • 😒

    Du bist deprimiert, weil du etwas nicht geschafft hast.

  • 😔

    Du fühlst dich traurig, weil du etwas verloren hast.

  • 😠

    Du bist genervt, weil jemand deine Grenzen nicht respektiert.

Grumpy Cat - Die Königin der schlechten Laune

Externer Inhalt

Dieses Element stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram und Youtube.

Um diese Inhalte anzuzeigen, aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards in den

Welche Funktion hat schlechte Laune?

  1. Befreiung

    Miesepetrigkeit schützt uns zum Beispiel davor, dass uns andere zu nahe kommen. Das Gefühl schlechter Laune kann dabei sehr befreiend sein.

  2. Analytisches Denken und Produktivität

    Offenbar machen Menschen mit schlechter Laune weniger Fehler aus Übermut, weil sie alles kritischer analysieren. Das beweist ein Experiment des Sozialpsychologen Joseph Paul Forgas, bei dem Probanden ein trauriger Film vorgespielt wurde. Im Anschluss gingen sie falschen Behauptungen nicht so schnell auf den Leim. Zudem konnten sie laut einer weiteren Studie des Forschers im "Journal of Experimental Social Psychology" andere besser überzeugen.

  3. Anpassung

    Wissenschaftler vermuten, dass sich der Mensch durch die verschiedenen Launen in der Evolution besser an Veränderungen anpassen konnte.

Leben in Corona-Zeiten: Wie geht's dir?

Corona-Krise: Tipps für die Psyche

Corona-Krise: Tipps für die Psyche

Nicht nur körperlich ist Corona eine enorme Herausforderung. Die soziale Isolation, Stress und Zukunftsängste setzen uns auch mental zu. Doch wieso ist das so?

Gefühle solltest du nicht wegschieben

Wenn du schlechte Laune hast, ist das okay. Man sollte sie nicht unterdrücken. Sondern: Im ersten Schritt wahrnehmen und sich im zweiten Schritt fragen, wo sie herkommt.

Das Verdrängen unangenehmer Gefühle kann sogar krank machen. Das haben Forscher der Universität Jena untersucht.

In der Fachzeitschrift „Health Psychology" veröffentlichten sie eine Meta-Analyse, die den Zusammenhang von verdrängten Emotionen und körperlichen Erkrankungen wie Krebs, Asthma oder Herz- und Kreislauferkrankungen untersuchte. Sie stellten fest: Es gibt Zusammenhänge zwischen der Verdrängung und einigen Krankheiten wie Krebs oder Bluthochdruck.

So beeinflusst die Laune dein Verhalten

Tipps gegen das Schlechte-Laune-Tief

  • 🚴‍♂️

    Sport: Bewegung tut der Psyche gut. Forscher der chinesischen Universität Shenzen fanden heraus, dass speziell kurze und intensive Belastung wie zum Beispiel Krafttraining die Stimmung hebt. 

  • 💃🏻

    Tanzen: Musik aufdrehen und loszappeln! Warum? Beim Tanzen werden die Glückshormone Dopamin und Endorphin ausgeschüttet.

  • 🛁

    Selfcare: Gönne dir ein leckeres Essen, ein Bad oder zum Beispiel frische Blumen. Der Geruch und die Optik von Blumen haben nachgewiesen eine positive Wirkung aufs Gemüt.

  • 🙏

    Dankbarkeit: Zähle drei Dinge auf, für die du heute dankbar bist. Ein Dankbarkeitstagebuch kann die Neigung zu Sorgen und zum Grübeln reduzieren. Das haben Wissenschaftler der Leuphana Universität Lüneburg festgestellt.

  • 😍

    Erinnerung: Denke an ein schönes Erlebnis in der Vergangenheit. Das senkt laut Studien das Stresshormon Cortisol.

Veröffentlicht: 26.02.2021 / Autor: Bianca Leppert