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Warum gibt man seinen Senf dazu? Der Ursprung der Redewendung

Gemeint ist, dass man ein Wörtchen mitredet. Doch wie gelangte der Senf in die Redewendung? Haben Schmuggler etwas damit zu tun? Oder Gastronomen? Mach dich schlau.
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Schlaumeier-Wissen

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    Wenn sich jemand in ein Gespräch einmischt und die eigene Meinung äußert, gibt er seinen Senf dazu.

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    Die Redensart stammt aus dem 17. Jahrhundert. Damals galt Senf als wertvolles Gewürz.

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    Daher garnierten Wirte jedes Essen mit der Delikatesse, um das Mahl kostbarer erscheinen zu lassen. Selbst dann, wenn die Zutat gar nicht zu der Speise passte.

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    Gibt man sprichwörtlich seinen Senf dazu, geschieht das ebenfalls meist unaufgefordert. Somit ist die Floskel eher negativ besetzt.

5 Geheimnisse über Senf

5 Geheimnisse über Senf

5 Geheimnisse über Senf

Es lässt die Muskeln wachsen, macht die Haut schöner und die Bratwurst gesünder: Senf. Es gibt ihn scharf, mittelscharf, süß oder mit Gewürzen. Doch Senf kann weitaus mehr als nur Geschmack ins Essen bringen. Galileo lüftet 5 Geheimnisse.

Butter bei die Fische! Weitere Redewendungen rund ums Essen - und wie sie entstanden sind

🎏 Butter bei die Fische = Klartext reden

Die Redensart stammt ursprünglich aus Norddeutschland, wo man die Butter erst kurz vor Beginn der Mahlzeit zum Fisch gab. Im übertragenen Sinn kommt man endlich zur Sache.

🌭 Jemandem eine Extrawurst braten = jemanden bevorzugen

Im Mittelalter war die Wurst für arme Leute eine nicht alltägliche Delikatesse. Gewährte ihnen jemand eine "Extrawurst", kam das einer besonderen Behandlung gleich.

🍛 Quatsch mit Soße = Nonsens

Das Wort "Quatsch" im Sinne von "Unsinn" ist seit dem 19. Jahrhundert überliefert. Der Zusatz "mit Soße" folgte im 20. Jahrhundert und diente als Verstärkung à la "völliger Unsinn".

🍒 Mit jemandem ist nicht gut Kirschen essen = jemand ist autoritär, schwer umgänglich, ablehnend

Kirschen wurden früher lediglich in den Gärten der Klöster und der Reichen angebaut. Ein altes Sprichwort lautet: "Mit hohen Herren ist nicht gut Kirschen essen: Sie spucken einem die Kerne ins Gesicht". Es war eine Warnung vor dem Umgang mit den vornehmen Leuten, die launenhaft und überlegen schienen.

🍖 Den Braten riechen = einen Verdacht haben

Schon in der Antike gebrauchte man den Ausspruch in ähnlicher Weise. Der "enthaltene" Verdacht rührt daher, dass man einem fertigen Braten nicht mehr ansieht, von welchem Tier er stammt. Sein Geruch allerdings verrät es dann doch.

🍎🥚 Etwas für einen Apfel und ein Ei kaufen = etwas für wenig Geld kaufen, ein Schnäppchen machen

Geläufig wurde die Redensart im 17. Jahrhundert. In den bäuerlich geprägten Gegenden waren Äpfel und Eier günstig zu haben.

Senf, Ketchup oder Majo - Wie gut kennst du dich mit Soßen aus?

Veröffentlicht: 09.11.2020 / Autor: Heike Predikant