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Achtung: So manipulieren dich Fake-Bewertungen beim Onlineshopping

Mit Fake-Bewertungen werden auch miese Produkte top beworben und empfohlen. Jetzt gibt es Hilfe von EU und Staat. Plus: unsere Tipps, wie du gefälschte Rezensionen erkennst.
Achtung: So manipulieren dich Fake-Bewertungen beim Onlineshopping
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So versuchen die EU und das Bundesgerichtshof dich vor Fake-Bewertungen zu schützen

Wer künftig eine Fake-Bewertung erstellt oder in Auftrag gibt, muss mit einer Strafe rechnen. Außerdem müssen Unternehmen künftig prüfen, ob eine Bewertung echt oder ein Fake ist. Und sie müssen offen legen, wie sie das tun. Das schreibt die EU-Richtlinie "New Deal for Costumers" vor, die in Deutschland allerdings noch nicht umgesetzt ist.

Außerdem verhandelt der Bundesgerichtshof gerade über gefälschte Kaufempfehlungen: Da geht es darum, ob ein Verkäufer auf Amazon für Fake-Bewertungen seines Produktes verantwortlich ist. Das Urteil wird wohl erst in einigen Wochen gesprochen.

Weil das noch dauert, verraten wir dir, wie groß das Problem tatsächlich ist und wie du Fake-Bewertungen enttarnst:

Das Wichtigste zum Thema Fake-Bewertungen

  • Wie gut sich ein Produkt verkauft, hängt auch von deiner Bewertung ab. Betrüger pushen oft miese Produkte mit guten Bewertungen.

  • 13 Millionen Fake-Versuche hat Amazon 2018 unterbunden. Das Unternehmen investiert 400 Millionen Dollar, um betrügerische Bewertungen zu entlarven.

  • Klasse statt Masse: Produkte, die erst seit kurzem online sind, aber tausende Bewertungen haben, sind fast sicher gefakt.

  • Schlechtes Deutsch: Bei Sätzen wie diesen, "Ei-Fon 11 ist noch auf ORignahl-PAckung", lass lieber die Finger davon.

  • Auf Internetseiten wie reviewmeta.com kannst du checken, ob beispielsweise die Amazon-Sterne von einem echten Kunden stammen.

Falsch bewertet, aber lustig

83 Funktionen vereint dieses Schweizer Taschenmesser - ein vielseitiger Begleiter ...
83 Funktionen vereint dieses Schweizer Taschenmesser - ein vielseitiger Begleiter ...
... aber ob es eine Allzweckwaffe ist wie hier beschrieben, ist fraglich.
... aber ob es eine Allzweckwaffe ist wie hier beschrieben, ist fraglich.
Dagegen kommt dieses Produkt etwas unnütz daher ...
Dagegen kommt dieses Produkt etwas unnütz daher ...
Dagegen kommt dieses Produkt etwas unnütz daher ...
... aber zum Glück weiß dieser Kunde, wozu du die Warnweste brauchen kannst.
Allgemein gilt: Je absurder das Produkt...
Allgemein gilt: Je absurder das Produkt...
... desto lustiger die Bewertung.
... desto lustiger die Bewertung.
Nicht nur Amazon-Produkte bekommen besondere Bewertungen ...
Nicht nur Amazon-Produkte bekommen besondere Bewertungen ...
... auch der Kölner Dom hat seine scherzhaften Beschreibung.
... auch der Kölner Dom hat seine scherzhaften Beschreibung.
Der Grand Canyon ist besonders beliebt ...
Der Grand Canyon ist besonders beliebt ...
... bei den augenzwinkernden Erlebnisberichten.
... bei den augenzwinkernden Erlebnisberichten.
Selbst vor der Freiheitsstatue ...
Selbst vor der Freiheitsstatue ...
Selbst vor der Freiheitsstatue ...
... machen die Internet-Clowns kein Halt.
83 Funktionen vereint dieses Schweizer Taschenmesser - ein vielseitiger Begleiter ...
... aber ob es eine Allzweckwaffe ist wie hier beschrieben, ist fraglich.
Dagegen kommt dieses Produkt etwas unnütz daher ...
Dagegen kommt dieses Produkt etwas unnütz daher ...
Allgemein gilt: Je absurder das Produkt...
... desto lustiger die Bewertung.
Nicht nur Amazon-Produkte bekommen besondere Bewertungen ...
... auch der Kölner Dom hat seine scherzhaften Beschreibung.
Der Grand Canyon ist besonders beliebt ...
... bei den augenzwinkernden Erlebnisberichten.
Selbst vor der Freiheitsstatue ...
Selbst vor der Freiheitsstatue ...

Kaufen, kaufen, kaufen

Einkaufen im Internet ist ein riesiges Geschäft: 2018 gaben die Deutschen 53,3 Milliarden Euro in Online-Shops aus. Dafür hätte man 60 Mal den Kader des FC Bayern München kaufen können. Du shoppst gern Klamotten im Internet? Damit bist du nicht allein. Ein Viertel der Onlineumsätze wird mit Fashionartikel erwirtschaftet. Am meisten wird am Sonntag geshoppt. 41 Prozent der Deutschen drücken da auf den "Kaufen"-Button. Zum Vergleich: donnerstags sind es nur 3 Prozent.

Ein großes Geschäft wird auch mit den Retouren gemacht, also mit den Sachen, die du wieder zurückschickst. In Deutschland ist davon jedes 6. Paket betroffen.

Veröffentlicht: 15.11.2019 / Autor: Johannes Korsche