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Sonnencreme und Lichtschutzfaktor: So schützt du dich vor Sonnenbrand

Deutschland stellt sich auf eine Hitzewelle ein. Worauf du beim Kauf von Sonnencreme achten solltest und wie du sie richtig anwendest, um keinen Sonnenbrand zu riskieren. 

So hilft Sonnencreme wirklich.

Das Wichtigste zum Thema Sonnencreme

  • Sonnencreme soll unsere Haut vor Sonnenbrand und dem damit verbundenen Krebsrisiko schützen. Dabei ist teuer nicht gleich gut. Im Test von Stiftung Warentest 2019 schnitten vor allem Drogerie- und Discounter-Produkte mit "sehr gut" ab.

  • Sonnencreme ist nicht unbegrenzt haltbar. Einmal geöffnet, sollte man sie nur 6 Monate lang verwenden.

  • Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sollten Kinder einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 und Erwachsene mindestens 20 anwenden.

  • Sonnencreme bietet keinen kompletten Schutz. Es gilt die 4-H-Regel: Hut, Hose, Hemd, hoher Lichtschutzfaktor.

  • Du willst Sonnencreme selbst herstellen? Davon raten Experten ab. Eine im "Journal Health Communication" veröffentlichte Studie testete 189 Anleitungen für DIY-Sonnencreme. 68 Prozent boten keinen ausreichenden Schutz vor UV-Strahlung.

Mythen rund um Sonnenschutz

🌞  Mythos 1: Vorgebräunt zu sein, schützt.

Nein, das ist nur bedingt so und entspricht ungefähr dem Lichtschutzfaktor 4.

🌞  Mythos 2: Im Wasser bekommt man keinen Sonnenbrand.

Nein, Wasser schützt nur geringfügig. Und durch die Reflektion kannst du sogar noch mehr Strahlung ausgesetzt werden.

🌞  Mythos 3: Wenn mir nicht heiß ist, kann ich auch keinen Sonnenbrand bekommen.

Nein. Du kannst UV-Strahlung nicht auf der Haut spüren. 

🌞  Mythos 4: Wenn es bewölkt ist, ist das Risiko für Sonnenbrand gering.

80 Prozent der UV-Strahlung kann durch leichte Bewölkung durchdringen, Dunst erhöht das noch.

🌞  Mythos 5: Im Winter ist die UV Strahlung nicht so gefährlich.

Sie ist geringer, aber die Schnee-Reflektion kann sie intensivieren. Besonders vorsichtig solltest du sein, wenn du in den Bergen unterwegs bist.

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So cremst du dich richtig ein

  • ☀️

    Die meisten Menschen benutzen zu wenig Sonnencreme - oft weniger als ein Viertel der notwendigen Menge.

  • 🥄

    Eine 1,80 Meter große Person braucht mindestens 3 Esslöffel voll für den ganzen Körper - das sind 40 Milliliter.

  • 🏖️

    Nach dem Baden immer nachcremen.

  • 👂

    Füße, Ohren und Rückseite der Arme nicht vergessen!

Sonnenbrand - Was ist das eigentlich?

Sonnenbrand: Was ist das eigentlich?

Sonnenbrand - Was ist das eigentlich?

Wer sich vor Sonnenbrand schützen möchte, muss sich eincremen. Aber wieso eigentlich? Wie wirkt Sonnencreme - und gibt es noch andere Sonnenschutzmittel?

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wieviel länger man sich der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren, als es ohne Sonnenschutzmittel möglich wäre. Je nach Hauttyp variiert die Eigenschutzzeit der Haut.

Beim sehr hellen Hauttyp 1 wäre die Eigenschutzzeit 10 Minuten, mit einem LSF von 30 wären es 300 Minuten (10 x 30). Experten empfehlen diese Zeit nur maximal bis zu 60 Prozent auszunutzen, da der LSF nicht immer garantiert werden kann. Daher solltest du mindestens alle 2 Stunden nachcremen. So bleibt der Schutz erhalten. Verlängert wird er dadurch aber nicht. Heißt: Auch, wenn du regelmäßig Sonnencreme aufträgst, solltest du (bei Hauttyp 1) nicht länger als 5 Stunden in der Sonne bleiben. 

Welcher Haut-Typ verträgt wieviel Sonne?

Veröffentlicht: 20.06.2020 / Autor: Bianca Leppert