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So schnell verändert sich dein Gehirn, wenn du ein Instrument spielst

vor 3 Jahren

Ihr spielt schon ein Instrument? Das ist gut. Wenn nicht, gibt es gleich einen Grund mehr, damit anzufangen. Denn wir erzählen euch jetzt mal, wie krass sich euer Gehirn verändert, wenn ihr regelmäßig eine Gitarre in die Hand nehmt oder euch ans Klavier setzt. 

Bereits in den ersten Unterrichtsstunden verändert sich das Gehirn. Es entstehen Verbindungen der motorischen Zentren und der Hörzentren. Nach und nach bilden diese zwei Areale ein Netzwerk im Gehirn, dass bereits nach drei Wochen Unterricht stabil ist und jahrelang erhalten bleibt. Klar, denn das Spielen von Instrumenten ist auch immer mit dem Planen von Bewegungen verbunden. Ein Finger muss zum Beispiel zur richtigen Zeit eine bestimmte Taste drücken. Das bedeutet, dass beispielsweise die schnellen Tastenkombinationen eines Klaviers nach diesen drei Wochen leichter von der Hand gehen.

Professor Eckart Altenmüller vom Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin ging mit seinen Forschungen noch weiter. Er schreibt in seiner Studie, dass nicht nur das Hören und Bewegen vereint wird, sondern auch das Sehzentrum im Gehirn seine Leistung steigert. Verantwortlich dafür sind die Hinterhauptslappen im seitlichen Anteil des Stirnhirns. Durch die schnellen Bewegungen und das gleichzeitige Lesen des Notenblatts trainieren Musiker kontinuierlich diesen Gehirnbereich.

Allgemein sind bei Musikern die Nervenfaserverbindungen zwischen der rechten und linken Gehirnhälfte größer, was bedeutet, dass beide Hirnhälften besser zusammenarbeiten. Sogar die Sprachzentren in der linken Stirnregion sind deutlich stärker ausgeprägt, was übrigens auch für Sänger gilt, die kein Instrument spielen.

Je nach Instrument haben Musiker unterschiedliche Gehirnstrukturen

Geiger stärken vor allem die Motorik der rechten Gehirnhälfte. Diese ist für die feinmotorische Kontrolle der linken Hand zuständig, mit der Geiger ihr Instrument bedienen. Bei Klavierspielern ist es umgekehrt. Bei ihnen verbessert sich die Motorik der linken Gehirnhälfte, weil sie größtenteils mit der rechten Hand arbeiten. Die linke Hand spielt schließlich nur die Basstöne.

Für alle, die Gitarre lernen wollen, gibt es sogar ein Gadget. Damit werden die richtigen Griffe in spielerischer Weise beigebracht. Unser Reporter hat ausprobiert, ob man damit wirklich auf einen richtigen Kurs verzichten kann:

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