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Städte ohne Autos? Mit E-Bikes kein Problem

Nie waren E-Bikes beliebter - vor allem in der Stadt. Uber bietet schon in der zweiten deutschen City E-Bikes an. Wir haben uns den Trend angeschaut.

Das Wichtigste zum Thema E-Bikes

  • E-Bikes boomen. Der Zweirad-Industrie-Verband rechnet damit, dass in 2019 über 1,1 Millionen elektrische Räder verkauft werden.

  • Der US-Fahrdienst Uber bietet mit der Tochterfirma Jump nach Berlin nun auch in München Pedelecs an. Die Bikes mit Trethilfe haben eine Reichweite von etwa 50 Kilometern und schaffen 25 km/h.

  • Mit der wachsenden Nachfrage stiegen die E-Bike Preise von 2017 auf 2018 um 13 Prozent. Auch deshalb sind Leihräder so beliebt und gefragt.

  • 10 Prozent aller Großstädter glauben, dass das Auto langfristig aus den Städten verschwinden wird.

Emoji-Liste: Für wen eignet sich ein E-Bike

  • 🚲

    Wer das Rad oft nutzt, um damit beispielsweise zur Arbeit zu fahren, ist mit E-Bike gut beraten. Wer nur ab und zu fährt, steigt aufs Miet-E-Bike oder normale Rad.

  • 🚵‍♀️

    Im Bergland oder im stürmischen Norden ist das E-Bike ein Segen für dich: es hilft dir bergauf und auch bei Gegenwind.

  • 👴

    Bist du wenig mobil ist oder besitzt wenig Ausdauer, dann erleichtert dir ein E-Bike die Bewegung an der frischen Luft.

  • 🚴

    Die meisten E-Bike-Unfälle passieren aufgrund der Geschwindigkeit. In 2017 gab es mehr als 5.000 Unfälle, in die E-Bikes verwickelt waren.

  • 🏋️

    Kaufst du ein E-Bike, solltest du es auch anheben können. Es wiegt immerhin 28 Kilo, das du unter Umständen auch mal über ein Hindernis wuchten musst

  • 🏠

    Du brauchst für ein E-Bike im Idealfall einen sicheren Ort zum Abstellen. Und dort sollte es auch einen Stromanschluss geben.

Unter Strom: So entwickelt sich der E-Bike-Markt

Quelle: Statista 2019

Was ist es: E-Bike, Pedelec, S-Pedelec?

Eigentlich sind die Räder, die E-Bike genannt werden, meist Pedelecs. Zu E-Bikes zählen Mopeds oder Motorräder mit Elektromotor, die ohne Pedalunterstützung fahren. Die musst du außerdem anmelden und brauchst dafür einen Führerschein.

Pedelecs und S-Pedelec unterscheiden sich durch die Geschwindigkeit. Ein normales Pedelec unterstützt bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h, der Antrieb eines S-Pedelecs riegelt erst bei 45 km/h ab. Für Speed-Pedelecs brauchst du eine Betriebserlaubnis, ein Versicherungskennzeichen und einen Mofa-Führerschein. Anders als beim Pedelec musst du beim S-Pedelec einen Helm tragen.

So leihst du ein Uber-Rad

Darauf solltest du beim E-Bike-Kauf achten

  • 🚲

    Einsatzzweck: Wo willst du dein E-Bike nutzen? Nur in der Stadt oder auch mal auf einem Feldweg. Dann käme ein E-Trekkingrad infrage. Sportlicher wird es mit einem E-Mountainbike oder E-Rennrad. Du bist Pendler? Dann sind klappbare Modelle genau richtig für dich.

  • 🔋

    Akku: Eine Batterie mit wenig Kapazität spart Geld und Gewicht. Weit verbreitet sind Akkus mit 400 bis 500 Wattstunden, sie reichen für etwa 60 bis 80 Kilometer. Achte auch auf die Garantie: 2 Jahre oder 1.000 Ladezyklen sollten es sein.

  • 🔌

    Motor: Es gibt Motoren an der Vorder- oder Hinterradnabe und den Mittelmotor, mit dem die meisten Pedelecs fahren. Vorteil: er sitzt in der Nähe des Fahrradschwerpunkts. Nachteil: Verschleiß von Kette, Ritzel und Komponenten ist höher. Räder mit Hinterradnabenmotor können beim Bergabfahren Energie zurückgewinnen. Der Vorderradnabenmotor ist ein preisgünstiger Einstieg.

  • ⚙️

    Schaltung: Ob Ketten-, Naben- oder Automatikschaltung zum Einsatz kommen, hängt auch mit dem Motor des Rads zusammen. Bei einem Heckmotor ist eine Nabenschaltung zum Beispiel schwierig. Die Kettenschaltung verträgt große Krafteinwirkungen gut und eignet sich bei starken Motoren, hat aber einen höheren Wartungsaufwand als die Nabenschaltung. Die ist zuverlässig und wartungsarm und eignet sich gut für Stadtfahrten.

  • 👍

    Bedienung: Neben den Schalt- und Bremshebeln solltest du auch das Display gut bedienen können. Die Bedieneinheit des Antriebs gibt es in vielen Varianten. Einige haben sogar ein eingebautes Navi.

Darfst du dein E-Bike tunen?

Ein frisiertes Pedelec erreicht bis zu 80 Sachen. Die Technik ist im Handel frei erhältlich, obwohl getunte E-Bikes im Straßenverkehr verboten wird. Bei Polizeikontrollen waren die Manipulationen bisher meist schwer nachweisbar. Seit Mai 2019 gibt es eine bundesweite DIN-Norm für E-Bike-Motoren. Die Hersteller müssen sicherstellen, dass die Motoren nicht leicht zu manipulieren sind. Allein in Berlin hatten sich Unfälle mit Elektrofahrrädern innerhalb eines Jahres um 79 Prozent erhöht.

Tuning-Falle: Freiheitsstrafen drohen

Die Folgen von E-Bike-Tuning: der Versicherung durch die Privathaftpflicht kann erlöschen. Wenn ein Fahrer einen Unfall mit einem getunten Bike verschuldet, kann er dann mit seinem gesamten privaten Vermögen für die Schäden haftbar gemacht werden. Die Polizei Bayern droht außerdem mit Freiheitsstrafen.

Frisiertes Fahrrad: Das angeblich schnellste E-Bike der Welt

Veröffentlicht: 10.12.2019 / Autor: Melanie Khoshmashrab

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