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Stress? So entspannst du dich richtig

vor 3 Jahren

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, Ruhepausen sind oft echter Luxus. Eine der größten Studien weltweit zum Thema Entspannung hat jetzt herausgefunden, wie Menschen am besten zur Ruhe kommen.

Der „Rest-Test“ wurde mit 18.000 Menschen in 134 Ländern durchgeführt und soll klären, wie wichtig Ruhepausen für das Wohlbefinden eines Menschen sind. Dafür befragten die Forscher die Teilnehmer nach ihren Bedürfnissen und Ritualen. Zwei Drittel der Befragten würden sich demnach mehr Entspannung wünschen. Wenn sie sich eine Pause gönnen, haben die meisten etwas mehr als drei Stunden Zeit zur Verfügung.

Am liebsten entspannen die meisten Menschen übrigens alleine bzw. bei eher unsozialen Freizeitbeschäftigungen: Tatsächlich lesen die meisten, also etwa 60 Prozent der Befragten. Auf Platz zwei folgt Zeit in der Natur verbringen mit etwa 52 Prozent. Einfach nur Zeit für sich brauchen etwas mehr als 50 Prozent und Musik hören 40 Prozent. Soziale Aktivitäten, wie Zeit mit Freunden verbringen oder Kaffee trinken, landen relativ weit hinten mit jeweils etwas mehr als 20 Prozent.

Dafür gibt es eine plausible Erklärung: Ruhepausen nutzen viele, um sich einfach mal um sich selbst zu kümmern und in sich hineinzuhorchen. Innere Monologe nehmen dabei aber nur etwa 30 Prozent der Zeit ein. Die meisten kommen in diesen Phasen – im wahrsten Sinne des Wortes – zur Ruhe, ohne jegliche Form von (Selbst-)Gesprächen.

Diese Entspannungsphasen sind für unser Wohlbefinden von extrem großer Bedeutung. Die Studienteilnehmer, die nur wenig Erholungszeit am Tag vor der Befragung hatten, fühlten sich weniger wohl, da sie ein Bedürfnis nach Erholung verspürten. Wer hingegen fünf bis sechs Stunden am Vortag entspannt hat, dem ging es am besten. Alles was darüber hinausgeht, also mehr als sechs Stunden, sei wiederum zu viel und senkt das Wohlbefinden wieder.

Alles in allem zeigt die Studie, wie wichtig Entspannung ist und dass man sich einfach öfter Zeit für sich nehmen soll. Wer nicht fünf bis sechs Stunden zur Verfügung hat, sollte zumindest auf Pausen achten. Auch in der Gesellschaft müsse sich laut den Forschern etwas ändern: Sie glauben, dass viele Menschen Schuldgefühle plagen, wenn sie einfach mal nichts tun. Wer dieses Gefühl hat, für den können Ruhepausen sogar Stress sein. Am besten einfach nicht stressen lassen und jede Minute, die ihr frei zur Verfügung habt, nutzen – wie es euch gefällt.

Freiwillig hinter Gitter? Wer macht denn so etwas? In Korea lassen sich Menschen selber ins Gefängnis einweisen, um Stress abzubauen. Aber funktioniert das auch wirklich?

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