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Tochter von, Sohn von: So entstehen isländische Nachnamen

Die Isländer sind ein schrulliges Völkchen. Noch viel schrulliger klingen ihre Nachnamen. Wie würdest du wohl in Island heißen? Finde es heraus!

Das Wichtigste zum Thema Isländische Nachnamen

  • Kennst du das Prinzip der isländischen Nachnamen, es ist eigentlich ganz einfach: Der Nachname orientiert sich am Vornamen deines Vaters. Je nach Geschlecht bekommst du die Endung "son" für "Sohn von" und "dóttir" für "Tochter von". Manchmal wird jedoch auch der Mittelname verwendet.

  • Über den Online-Generator kannst du deinen eigenen Namen herausfinden. Für die Namensgebung must du nur deinen Vornamen, den Vornamen deines Vaters und dein Geschlecht eingeben.

  • Nach diesem Prinzip wurden früher alle nordgermanischen Namen gebildet. Schweden und Norwegen haben inzwischen jedoch zum für unsere Gewohnheiten normalen Familiennamen gewechselt. Nur in Dänemark und auf den Färöer-Inseln kannst du noch heute auf die alte Version treffen.

Was du über die isländische Sprache wissen solltest

  • 🗣

    Im Gegensatz zu vielen anderen Sprachen hat sich Isländisch in den letzten 1.000 Jahren kaum verändert. Die Menschen reden also noch wie früher im Mittelalter, was wir in Deutschland sehr befremdlich fänden.

  • 🧠

    Die Sprache ist sehr schwer zu lernen, da die meisten Wörter gebeugt werden können. Das betrifft Substantive, Verben und Adjektive, aber auch Pronomen und Zahlwörter.

  • 👄

    Über ganz Island verteilt gibt es keine Dialekte. Einzig die Aussprache mancher Wörter unterscheidet sich von Ort zu Ort.

  • 💬

    Die Bezeichnungen der isländischen Sprache sind sehr differenziert. Beispielsweise hat das Wort für "gefleckt" unterschiedliche isländische Wörter, je nachdem, ob es sich um ein Schaf, ein Pferd oder eine bestimmte Kuh handelt.

  • Fremdwörter und Anglizismen tauchen so gut wie nicht auf. Für neue Begriffe wie Computer oder Drohne soll ein 1964 gegründetes Komitee entsprechende isländische Wörter schaffen. Diese Reinigung der Sprache wird als isländischer Sprachpurismus bezeichnet.

Wann ist die beste Reisezeit für Island und ist Island überhaupt in der EU?

  • Einen isländischen Nachnamen hast du jetzt, da wird es Zeit für eine Reise nach Island. Nur wann? Die beste Reisezeit ist in den Sommermonaten Juni, Juli und August. Die Tage sind lang, das Wetter ist mit maximal 20 Grad recht stabil und es regnet eher selten. Wenn du Wale beobachten möchtest, ist der Sommer ideal. Wenn du hingegen lieber die Nordlichter sehen willst, solltest du in den Wintermonaten nach Island reisen, also von Oktober bis März.
  • Island hat sich übrigens 2009 um die Aufnahme in die Europäische Union beworben. Im Jahr 2015 zogen die Isländer ihren Antrag jedoch wieder zurück. Die Währung ist die Isländische Krone.
Veröffentlicht: 28.11.2019 / Autor: Galileo

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