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Von hier aus wurden gezielt Fake-News verbreitet: Die Trollfabrik IRA

Fake News sind seit Donald Trump in aller Munde und eine russische Firma spezialisierte sich darauf: die Trollfabrik IRA.
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WHAT THE FAKT

  • Falsche Informationen verbreiten und damit Geld verdienen? Für Olga Malzewa war das früher Alltag. Sie arbeitete in der als "Internet Research Agency" (IRA) getarnten Trollfabrik in Sankt Petersburg (Russland).

  • Olga berichtet: Jeden Tag musste sie mindestens 10 Falschmeldungen in sozialen Medien posten. Die Themen und die Meinungen, die sie verbreiten sollte, wurden ihr vorgegeben. So sollte die Haltung der Menschen absichtlich manipuliert werden.

  • "Iwan" ist aktiver Troll und möchte daher anonym bleiben. Ein beliebtes Mittel, um Fake-News zu verbreiten: Memes. Die kurzen Text-Bild-Kombis sind schnell gemacht und einfach zu verstehen.

  • Über solche Macher von Fake-News berichtet Denis Korotkow als Journalist der oppositionellen Zeitung "Nowaja Gaseta". Deshalb wurde er schon häufig bedroht. Die russische Regierung zahlt jedes Jahr Geld an staatseigene Medien wie den Fernsehsender "RT", damit diese die Kreml-Politik positiv präsentieren.

  • Als Troll gilt im Netz-Slang, wer im Internet durch gefakte News und emotionale Themen gezielt provoziert. Unter Trollfabrik wird ein Unternehmen verstanden, das seine "Mitarbeiter" für das Propagieren von gefälschten Nachrichten bezahlt.

  • Fake-News sind ein ernstes Problem. Von den gezielten Kampagnen profitieren oft Populisten und auch rechte Parteien. Um böswilliger Desinformation zu entgehen, gilt immer: die Quellen einer Meldung überprüfen!

Veröffentlicht: 01.11.2019 / Autor: Alexander Duebbert

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