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Vorrat für den Notfall

Vorrat für den Notfall: Diese Lebensmittel solltest du zuhause haben

Einen Vorrat zuhause zu haben, ist immer eine gute Idee - vor allem, wenn es mal zu einer Notsituation kommt wie Unwetter oder Krankheit. Aber welche und wie viele Lebensmittel sollte man eigentlich zuhause haben? Wir verraten es dir.
Vorrat für den Notfall

Das Wichtigste zum Thema Vorrat

  • Selbst ein kleiner Vorrat ist besser als kein Vorrat! Das gilt schon für den normalen Alltag, in Notsituationen aber umso mehr.

  • Da Deutschland sehr gut mit Nahrungsmitteln versorgt ist, brauchst du allerdings nicht hamstern.

  • Als Empfehlung gilt ein Vorrat von Getränken, Nudeln, Konserven und Co. für 10 Tage. Damit keine Lebensmittel verfallen, solltest du den Vorrat am besten regelmäßig erneuern.

Warum ein Vorrat sinnvoll ist

Wer schon einmal richtig krank oder verletzt war, weiß: Selbst einkaufen zu gehen, ist nicht immer möglich. Manchmal ist es sogar gar nicht erlaubt - wie im Falle einer Quarantäne aufgrund einer Corona-Infektion.

Es gibt aber auch noch andere Notsituationen, in denen das Einkaufen nicht möglich sein kann: wie zum Beispiel Schnee-Chaos, Hitze, Sturm, Hochwasser. Hier können Strom- und Wasserversorgung längerfristig unterbrochen sein.

In solchen Momenten macht sich ein vorab angelegter Notvorrat bezahlt. Denn: Ist der Ernstfall erst eingetreten, kommt die Vorbereitung zu spät.

Vorrat anlegen - aber nicht hamstern

Grundsätzlich verfügen wir in Deutschland über eine sehr gute Nahrungsmittelversorgung. Auch trotz des Kriegs in der Ukraine droht keine Unterversorgung.

Daher sind Hamsterkäufe, wie etwa von Toilettenpapier zu Beginn der Corona-Pandemie, nicht notwendig. Tatsächlich sind sie sogar kontraproduktiv.

Denn das Hamstern führt dazu, dass bestimmte Waren weniger verfügbar sind. Für andere Kund:innen sieht das aus wie eine Versorgungsknappheit, also stocken sie auch auf - ein Teufelskreis.

Sinnvoller als Hamstern ist daher das gezielte Anlegen eines beständigen Notvorrats.

Hamsterkauf Toilettenpapier


Wie in diesem Geschäft haben die Menschen gerade am Anfang der Corona-Pandemie Hamsterkäufe von Toilettenpapier getätigt.
© picture alliance / Inderlied/Kirchner-Media | Inderlied/Kirchner-Media

Welche Nahrungsmittel du als Vorrat haben solltest

  • 📅

    Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, stets genug zum Essen und Trinken für 10 Tage im Haushalt zu haben. Innerhalb dieser Dauer sollte eine Notsituation entweder überstanden oder zumindest Hilfe unterwegs sein.

  • 🍹

    Pro Person und Tag solltest du zwei Liter Flüssigkeit einplanen - also insgesamt 20 Liter. Da hiervon ein halber Liter auch zum Kochen gedacht ist, sollte der Großteil am besten Wasser sein.

  • 🛍

    Um den ungefähren täglichen Energiebedarf eines erwachsenen Menschen von 2.200 Kilokalorien abzudecken, solltest du für einen 10-Tages-Zeitraum folgende Lebensmittel daheim lagern.

  • 🌾

    3,5 Kilogramm Getreideprodukte: Auf diese Menge kommst du etwa, wenn du ein Vollkornbrot (750 Gramm), Reis (1 Kilogramm), Nudeln (500 Gramm), Haferflocken (500 Gramm) und Kartoffeln (750 Kilogramm) lagerst.

  • 🥕

    4 Kilogramm Gemüse: Neben etwas frischem Gemüse (1 Kilogramm) bieten sich wegen der Haltbarkeit vor allem Konserven an. Zum Beispiel Rotkohl (500 Gramm), Erbsen/Möhren (500 Gramm), Bohnen (500 Gramm), Sauerkraut (500 Kilogramm), Spargel (250 Gramm), Rote Bete (250 Gramm), Pilze (250 Gramm) und Mais (250 Gramm).

  • 🍎

    2,5 Kilogramm Obst: Auch hier sind neben Frischobst wie Äpfeln, Birnen und Bananen (1 Kilogramm) Konserven sinnvoll, etwa Kirschen (500 Gramm), Ananas (500 Gramm), Aprikosen (250 Gramm) und Mandarinen (250 Gramm).

  • 🥛

    2,5 Kilogramm Milchprodukte: Dazu zählt vor allem haltbare (laktosefreie) Milch (2 Liter), aber etwa auch Hartkäse (500 Gramm).

  • 🍗

    1,5 Kilogramm Fisch, Fleisch und Eier oder deren Ersatzprodukte: Hierzu zählen etwa zwei Dosen Thunfisch (300 Gramm), eine Salami (250 Gramm), vegetarische Wurst (250 Gramm), Eier (500 Gramm) und Tofu (200 Gramm).

  • 🧈

    Zum Streichen oder Braten solltest du außerdem Margarine oder Speiseöl zu Hause haben. Schokolade, Marmelade, Fertiggerichte und Co. solltest du nach deinen persönlichen Vorlieben aufbewahren.

So legst du einen Vorrat clever an

  • Integriere die Vorratshaltung in deinen Alltag und das Einkaufen. Indem du deinen Vorrat regelmäßig erneuerst, hast du stets genug Reserven und keine Lebensmittel verderben.

  • 🤔

    Stelle deinen Notvorrat gezielt zusammen und kaufe nicht wahllos ein. Bedenke auch deinen Geschmack, was du also wirklich isst.

  • 👉

    Stelle neue Vorräte hinter ältere ins Regal. Achte für eine lange Haltbarkeit deiner Vorräte generell auf eine kühle, trockene und dunkle Umgebung.

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Welche Hygiene-Artikel du lagern solltest

  • 🧼

    Neben einer Reserve an Nahrungsmitteln, die für 10 Tage reicht, solltest du außerdem stets genug Seife und Waschmittel im Haushalt haben. Vor allem regelmäßiges Händewaschen ist wichtig, um die Verbreitung von Infektionen zu verringern.

  • 😬

    Für die notwendige Mundhygiene brauchst du einen Vorrat an Zahnbürsten und Zahnpasta.

  • 🚮

    Um deinen Wohnraum in einer Notsituation trotzdem möglichst sauber zu halten, sind Müllbeutel sowie ein paar Rollen Haushalts- und Toilettenpapier sinnvoll, die auf Halde liegen.

Das gehört in deine Haushalts-Apotheke

  • Nicht nur für Extrem-Situationen, sondern auch für Alltagsunfälle lohnt sich eine Haushalts-Apotheke.

  • 🩺

    Darin hast du am besten immer vorrätig: Mittel gegen Erkältung, Durchfall und Übelkeit sowie gegen Schmerzen und Fieber, ein Fieberthermometer, einen Verbandskasten mit Mull-Kompresse, Schere und Pflastern, eine Pinzette sowie ein Desinfektionsmittel und Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand.

  • 👩‍⚕️

    Bist du auf verschreibungspflichtige Medikamente angewiesen, kümmere dich frühzeitig um ein neues Rezept von deinem Arzt oder deiner Ärztin.

  • 🧐

    Überprüfe grundsätzlich regelmäßig die Haltbarkeitsdaten in deiner Haushaltsapotheke und tausche die Medikamente gegebenenfalls aus.

Das solltest du nicht vergessen

  • 🛂

    Wichtige Dokumente wie Ausweise, Zeugnisse und Verträge stellst du am besten so zusammen, dass du sie in einer Notsituation griffbereit hast.

  • 🔦

    Musst du im Zuge eines Stromausfalls einige Zeit ohne Elektrizität auskommen, sorgen Taschenlampen und Kerzen für die hinreichende Helligkeit.

  • 🕯

    Damit du bei Stromausfall auch etwas Warmes essen kannst, lohnt sich der Kauf eines Campingkochers oder eines Tischgrills für draußen.

  • 🔋

    Mit einer aufgeladenen oder solarbetriebenen Powerbank hast du außerdem genug Saft, um dich über dein Smartphone auf dem Laufenden zu halten. Alternativ bringt dich ein batteriebetriebenes Radio auf den aktuellen Stand.

FAQ zum Thema Vorrat

  • ⁉️

    Was gehört in einen Vorrat?

    Zum empfohlenen Notvorrat an Nahrungsmitteln gehören pro Person 20 Liter Flüssigkeit, 3,5 Kilogramm Getreideprodukte, 4 Kilogramm Gemüse, 2,5 Kilogramm Obst, 2,5 Kilogramm Milchprodukte sowie 1,5 Kilogramm Fisch, Fleisch und Eier oder deren Ersatzprodukte.

  • ⁉️

    Für wie lange sollte ein Vorrat reichen?

    Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt einen Notvorrat, der dich 10 Tage lang mit Essen und Trinken versorgen kann.

  • ⁉️

    Warum ist ein Notvorrat sinnvoll?

    Deutschland verfügt über eine sehr gute Nahrungsmittelversorgung. Hamstern ist daher nicht notwendig. In Ausnahmesituationen kann Einkaufen jedoch vorübergehend unmöglich sein. Dann hilft es, eine Reserve daheim zu haben.

Veröffentlicht: 19.05.2022 / Autor: Alexander Duebbert