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Warum haben Länder unterschiedliche Stromspannungen?

Spannung garantiert. Wer viel reist, kennt das Problem: anderes Land, andere Steckdosen. Warum brauchen wir immer noch Adapter?  

Darum geht's genau

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    Weltweit gibt es mehr als ein Dutzend verschiedene Steckertypen. Auch die Stromspannung ist unterschiedlich: In den USA beträgt sie 110 Volt, in Deutschland 230 Volt und in Japan sogar nur 100 Volt.

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    Mit unterschiedlichen Steckertypen wirst du noch 'ne Weile leben müssen. Denn wenn alle Länder ihre Steckdosen und Stecker umstellen müssten, würden sehr hohe Kosten entstehen.

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    In Europa hat es 15 Jahre gedauert, bis die Netzspannung in den Ländern einheitlich bei 230 Volt war. In Frankreich sind es noch 220 Volt. Ein so geringer Unterschied ist für elektrische Geräte aber kein Problem.

Mit dem Elektroingenieur Alexander Nollau von der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik haben wir darüber gesprochen, warum jedes Land seine eigene Stromspannung hat.

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    Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts spielte Strom vor allem bei der Straßenbeleuchtung und in den Fabriken eine Rolle. Die Produkte, die mit dem Strom betrieben wurden, waren damals noch in jedem Land unterschiedlich. Die Entwicklung von internationalen Standards begann erst ab 1906.

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    Seit den 1940er-Jahren gab es auch in den Privathaushalten immer mehr elektrische Geräte.Aber da hatte man den Zeitpunkt verpasst, die Stromsysteme weltweit aneinander anzupassen.

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    Dass es in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Steckertypen gibt, liegt daran, dass sie eigens für die jeweiligen Spannungen und Stromnetze entwickelt wurden.

Das solltest du dir merken

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    Um zum Beispiel mit US-amerikanischen Geräten in Deutschland arbeiten zu können, brauchst du einen besonderen Adapter. Er wandelt mithilfe eines kleinen Transformators die Spannung um.

Veröffentlicht: 19.12.2019 / Autor: Kathrin Aldenhoff