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Warum haben wir "Schmetterlinge im Bauch"?

Es geht ums Verliebtsein. Doch wie kamen die Schmetterlinge redensartlich in den Bauch? Stammt der Ausdruck aus der Medizin? Oder aus der Literatur? Mach dich schlau.

Schlaumeier-Wissen

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    Die Redewendung "Schmetterlinge im Bauch haben" beschreibt den Zustand des Verliebtseins. Man ist aufgeregt, nervös, glücklich.

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    Nein, Mediziner haben bei verliebten Menschen keine Auffälligkeiten im Bauch entdeckt, die an die fliegenden Leichtgewichte erinnern. Die Redensart kommt aus der Literatur.

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    1908 arbeitete Florence Converse an ihrem Roman "House of Prayer" und suchte nach einer hübschen Formulierung für das Kribbeln in der Magengegend.

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    Die US-Schriftstellerin umschrieb es mit den Worten: "butterflies in the stomach". Im Deutschen wurde die Liebesfloskel erstmals in den 1970ern verwendet.

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    Tierisch gute Wahl: Schon im alten Ägypten war der Schmetterling das Symbol der Seele - verbunden mit Auferstehung und Neubeginn.

Schmetterlinge: 7 Fakten zum Staunen

  • Bereits den Dinosauriern flatterten sie um die Nase: Schmetterlinge gibt es seit mindestens 200 Millionen Jahren auf der Erde.
  • Beschrieben sind mehr als 180.000 Arten. Die Falter kommen auf allen Kontinenten vor - außer in der Antarktis.
  • Mit den Fühlern schmecken und riechen die Insekten. Bei den Männchen sind die Antennen meist stärker ausgeprägt, damit sie auf große Distanz die Pheromone wahrnehmen können, die paarungswillige Weibchen absondern.
  • Blütennektar wird per Saugrüssel geschlürft. Zwischen den Mahlzeiten ruht er eingerollt unter dem Kopf der Tiere.
  • Beeindruckend ist die Familie der Schwärmer: Der Windenschwärmer fliegt bis zu 100 km/h schnell, der Kolibrischwärmer sieht aus wie ein Vogel und verhält sich auch so.
Kolibrischwärmer


Vogelwild: Der Kolibrischwärmer (auch Taubenschwänzchen genannt) flattert mit blitzschnellem Flügelschlag an eine Blüte heran und saugt im Flugstillstand.
© Getty Images

 

  • Schuppen aus Chitin sorgen für die Farbenpracht der Tiere. Millionen dieser winzigen Mosaik-Teilchen sind dachziegelartig auf den Flügeln angeordnet.
  • Der südostasiatische Atlasspinner ist einer der größten Schmetterlinge der Welt - mit einer Flügelspannweite von 25 bis 30 Zentimetern und einer Flügeloberfläche von bis zu 400 Quadratzentimetern.

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Veröffentlicht: 10.08.2020 / Autor: Heike Predikant