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Kryo-Konservierung - hier lagern tiefgefrorene Leichen

Sich nach dem Tod einfrieren lassen, um in der Zukunft aufzutauen. In den USA ist die sogenannte Kryo-Konservierung bereits für jeden möglich.

WHAT THE FAKT

  • Das Wort Kryonik kommt vom altgriechischen "Kryos" (Eis, Frost). Kryoniker hoffen auf das ewige Leben. Sie lassen ihren Körper nach dem physischen Tod einfrieren. Sobald ihre Todesursache heilbar ist, sollen sie wieder aufgetaut und dann geheilt werden.

  • Und so funktioniert es: Nach dem Tod wird der Körper mit flüssigem Stickstoff bei fast minus 200 Grad tiefgefroren. Das Verfahren heißt Vitrifizierung.

  • Dabei wird dem Körper sämtliche Flüssigkeit entzogen. Sonst können Eiskristalle entstehen, die Gefäße und Organe beschädigen. Stattdessen kommt eine Konservierungslösung in den Körper. Das Mittel verglast, der Körper soll heil bleiben.

  • Die Idee zur Kryo-Konservierung machte der Physiker Robert Ettinger Anfang der 1960er-Jahre mit seinem Buch "The Prospect of Immortality" ("Die Aussicht auf Unsterblichkeit") populär.

  • Der erste Mensch, der sich einfrieren ließ, war James Bedford 1967. Noch heute befindet sich sein gefrorener Leichnam in einem Edelstahltank der Alcor Life Extension Foundation, einer Stiftung für Lebensverlängerung in Phoenix.

  • Von den ersten zehn Personen, die kryonisiert wurden, sind neun wieder aufgetaut. Der "Cryonics Society" war das Geld ausgegangen, nur Bedford konnte weiter gekühlt werden.

Veröffentlicht: 29.06.2019 / Autor: Christian Aichner