Warum scheitern Beziehungen?
Elizabeth Ashley Jerman via Flickr

Warum scheitern Beziehungen?

vor 2 Jahren

Oft ist schon ein einzelnes K.-o.-Kriterium der Grund für das Ende einer Beziehung oder dafür, dass gar nicht erst eine Beziehung zustande kommt. Ein Forscher erklärt, warum das so ist.

Laut einer vor kurzem veröffentlichten Studie spielen für uns die negativen Eigenschaften einer Person eine größere Rolle als ihre positiven. Selbst wenn eine Person über viele positive Eigenschaften verfügt, könnten schon ein oder zwei negative ausreichen, um sie als potentiellen Partner ausscheiden zu lassen.

Umfrage ermittelt Beziehungs-No-Go´s

Das internationale Forschungsteam fasste für seine Studie die Ergebnisse von insgesamt sechs verschiedenen Studien zusammen. Mit den Ergebnissen mehrerer unterschiedlicher Umfragen konnten sie so die „Dealbreaker“, also die K.-o.-Kriterien für eine Beziehung ermitteln. Die Umfragenteilnehmer sollten unter anderem ihre persönlichen No-Go´s bei potentiellen Partnern angeben. Die meistgenannten „Dealbreaker“ (vor Beginn einer Beziehung) waren:

  • geringe Attraktivität
  • ungesunder Lebensstil
  • unerwünschte Charakterzüge
  • unterschiedliche religiöse Einstellung
  • begrenzter sozialer Status
  • unterschiedliche Vorstellungen von Sex und Partnerschaft.

Die Forscher stellten außerdem fest, dass „Dealbreaker“ für Frauen und Personen in festen Beziehungen eine größere Rolle spielen. Dabei kann ein Merkmal wie Impulsivität für eine Person ein K.-o.-Kriterium sein, für eine andere das komplette Gegenteil, ein sogenannter „Dealmaker“. Auch bei nicht-romantischen Beziehungen spielen „Dealbreaker“ eine Rolle, wenn auch eine nicht so große. Unehrlichkeit kann zum Beispiel auch freundschaftliche Beziehungen scheitern lassen.

Negativem schenken wir mehr Aufmerksamkeit

„Wir tendieren generell dazu, negativen Informationen mehr Beachtung zu schenken als positiven“, sagte Gregory Webster, einer der Autoren der Studie und Professor für Psychologie an der University of Florida, in einer Mitteilung seiner Hochschule. Viel dagegen tun können wir wohl nicht – das alles passiert unterbewusst. Nur warum ist das so? Die Studienergebnisse legen nahe, dass unsere Fokussierung auf Negatives eine Art „Überlebensfunktion“ darstellt. Laut Gregory Webster ist es generell wichtiger, unsere Aufmerksamkeit auf Dinge zu richten, die uns verletzen können als auf Dinge, die uns helfen.

Wenn ihr also wieder einmal einen möglichen Partner trotz vieler guter Eigenschaften wegen eines Makels abschreibt, dann wollt ihr euch damit wohl nur selbst schützen.

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