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Im Wasser werden die Hände schrumpelig.

Warum werden unsere Hände im Wasser schrumpelig?

Draußen wird's kalt, ab in die Wanne! Da hast du viel Zeit, nachzudenken - etwa, warum deine Hände schrumpeln. Neugierig auf die Antwort? So viel vorweg: Sie saugen sich nicht mit Wasser voll. Im Gegenteil.
Warum werden unsere Hände im Wasser schrumpelig?
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Das Phänomen ist eine aktive Reaktion des Nervensystems

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    Ob beim Baden, Abwaschen, Fensterputzen: Sind deine Finger lange in Kontakt mit Wasser, sehen sie faltig aus und die Haut schrumpelt.

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    Man könnte denken, die Haut quillt auf, weil sie sich mit Wasser vollsaugt wie ein Schwamm. Das ist jedoch ein Mythos.

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    Die Ursache liegt im sympathischen Nervensystem. Bei Berührung mit Wasser melden die Nervenfasern den Blutgefäßen in Fingern und Zehen: Verengt euch!

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    Indem die Adern sich verengen, ziehen sie die Haut nach innen. Die Fingerkuppen schrumpfen dabei und Falten entstehen.

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    An Fingern und Zehen haben wir übrigens besonders viele Nervenfasern. Sind diese verletzt oder geschädigt, bleibt die Schrumpel-Reaktion bei Nässe aus.

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    Deshalb bleiben bei manchen Menschen die Finger glatt trotz Wasserkontakt, während andere scheinbar zu Hundertjährigen mutieren.

Badende Makaken: Zeigt her eure Hände!

Wer äfft hier wohl wen nach? Nicht nur Menschen bekommen Schrumpel-Finger. Makaken in Japan lieben ausgiebige Bäder in heißen Quellen. Auch bei ihnen wellt sich die Haut, wenn sie lange im Wasser sind.

Makaken baden in heißen Quellen


Japanische Schneeaffen entspannen in Thermalbädern.
© Getty Images

Körpermythen im Check

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Vorteile von Schrumpel-Fingern? Keine griffigen Erkenntnisse

Die Falten an den Finger wirken offenbar wie Drainagen: Sie leiten das Wasser ab und ermöglichen es uns, Gegenstände mit nassen Händen besser zu greifen. Das lässt zumindest eine britische Studie vermuten.

Für einen Versuch mussten Probanden Murmeln mit Daumen und Zeigefinger greifen und in Behälter bugsieren. Einmal hatten sie dabei vom Wasser schrumpelige Finger, einmal war die Haut zwar nass - aber glatt. Mit Schrumpel-Fingern erledigten sie die Aufgabe 17 Prozent schneller.

Doch kein griffiges Ergebnis? Ein Forschungs-Team aus Deutschland stellte den Versuch nach - und konnte nicht bestätigen, dass Schrumpel-Finger besser greifen. Ob sie überhaupt von Vorteil sind, sei fraglich. Die Forschenden sehen sie eher als Nebeneffekt der Gefäßverengung.

Geschirr abwaschen schrumpelige Finger


Alles im Griff beim Abwasch: Ob man mit schrumpeligen Fingern nasse Gegenstände besser greifen kann, ist umstritten.
© Getty Images

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    Hast du schon von Chirologie oder Chiromantik gehört? Das ist die Lehre von der Deutung der Handlinien.

Noch mehr Finger-Phänomene

2D:4D bezeichnet das Längenverhaltnis von Zeigefinger (2. Finger) und Ringfinger (4. Finger). Bei Frauen sind Ring- und Zeigefinger eher gleich lang. Bei Männern ist der Zeigefinger oft kürzer als der Ringfinger.

Wie kommt das? Offenbar spielen die Hormone eine Rolle, denen ein Fötus bereits im Mutterleib ausgesetzt ist. Je mehr Testosteron der Fötus abbekommt, desto länger wird später der Ringfinger.

Forschende bringen das Fingerlängen-Verhältnis mit Persönlichkeitsmerkmalen und Fähigkeiten in Verbindung. Eine Studie besagt etwa, dass sich an den Fingern ablesen lässt, wie gut ein Kind in Mathe wird.

Und manche behaupten sogar, es ließe sich vom Längenverhältnis auf die Penisgröße schließen. Ob das seriös ist? Darüber streiten sogar Wissenschaftler:innen. Wie es funktionieren soll, erklärt der britische Chirurg und Influencer Dr. Karan Raj im TikTok-Video unten. Unterhaltsam ist es allemal!

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Veröffentlicht: 26.11.2021 / Autorin: Alena Brandt