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Was Mücken hassen? Zebras!

Genauer gesagt: deren Streifenmuster. Wie du dich am besten vor Insektenstichen schützen kannst, ohne dich zu bemalen, steht hier.

Das Wichtigste zum Thema Streifenmuster

  • Forscher fanden jetzt heraus: Der Trick funktioniert nicht nur bei Zebras. Auch andere Tiere wurden im Namen der Wissenschaft angepinselt - mit Erfolg!

  • Bremsen und Stechfliegen mögen keine Streifen mit hohem Farbkontrast wie etwa schwarz-weiß. Übrigens: schmale Streifen sind wirksamer als breite.

  • Als der Trick mit den Streifen bekannt wurde, bemalten unzählige Reiter ihre Pferde oder legten ihnen Decken mit Streifenmustern auf.

  • Den Streifeneffekt kannten vermutlich schon indigene Völker. Zumindest deuten traditionelle Körperbemalungen darauf hin.

  • Angeblich soll das Zebramuster die Tiere auch abkühlen. Das stimmt aber nicht.

Bemalt für die Wissenschaft: gestreifte Versuchskaninchen

Striche gegen Stiche: Funktioniert das auch bei Menschen?

Wissenschaftler konnten mit bemalten Schaufensterpuppen nachweisen: Auf dunkler Haut landen 72 Prozent aller Stechinsekten, auf heller Haut 18,5 Prozent und auf gestreifter Haut nur 9,5 Prozent.

Der Streifen-Look schützt Menschen aber nur begrenzt. Die Blutsauger orientieren sich mehr am Geruch als an Mustern. Angezogen werden sie von Kohlendioxid - also mit jedem deiner Atemzüge. Schwangere werden besonders häufig gestochen. Sie atmen für zwei und haben eine höhere Körpertemperatur.

Auch die Blutgruppe spielt eine Rolle. Ihr Favorit: Blutgruppe 0. Die riechen Mücken über ein chemisches Signal auf der Haut. Auch Schweiß zieht die Plagegeister an. Daher: lieber erst duschen, bevor du dich mit Streifen bepinselst.

Veröffentlicht: 14.10.2019 / Autor: Alena Brandt