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Galileo hakt nach: Was wurde aus den vom Meer angespülten Garfield-Telefonen?

Jahrzehntelang wurden an der französischen Atlantikküste alte Garfield-Telefone angespült. Im Frühjahr 2019 wurde das Rätsel endlich gelöst.

Darum geht's genau

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    Seit den 80ern finden Spaziergänger in der Bretagne, in der Region Finistère, immer wieder das orangefarbene Plastik-Strandgut.

  • Allein im Jahr 2018 sammelten Mitglieder des Umweltschutzvereins Ar Viltansoù mehr als 200 Telefone oder Teile davon an dem 27 Kilometer langen Abschnitt zwischen den Orten Plouarzel und Ploumoguer ein.

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    Als Quelle war schon lange ein von einem Schiff gefallener Container im Verdacht - aber niemand wusste, wo er sich befand.

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    Als im Februar 2019 wieder zahlreiche Garfields am Strand landeten, meldete sich ein Landwirt aus der Gegend: Er hatte bereits vor 30 Jahren einen Container im Meer entdeckt.

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    Umweltschützer von Ar Viltansoù suchten an der besagten Stelle und fanden tatsächlich einen Schiffs-Container mit der tierischen Fracht.

Ist das Problem jetzt gelöst?

Jein. Christine Lange vom Tourismusverband der Bretagne sagt: "Meines Wissens liegt der Container noch dort, wurde aber leer geräumt." Das Problem: Der Container befindet sich in 30 Metern Tiefe in einer Grotte, die schwer zugänglich ist. "Der Meeres-Naturpark Iroise ist weiterhin bemüht, alle Telefone zu finden und das Plastik aus dem Meer zu entfernen", erklärt Lange.

Welche Fragen noch offen sind

  • Welches Schiff hat den Container verloren? "Bisher weiß man weder, wann er vom Schiff gefallen ist, noch von welchem", sagt Christine Lange. Auch die Firma Paws, welche die Garfield-Telefone herstellte, hat keine weiteren Infos.

  • Gibt es noch weitere Container mit Garfield-Ladung? Möglicherweise. Lange: "Die Orte, an denen die Telefone angespült werden, lassen die Vermutung zu, dass es noch einen zweiten oder mehrere Container gibt."

Veröffentlicht: 04.01.2020 / Autor: Ischta Lehmann

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