Wegen Google wurde eine New Yorkerin von wildfremden Leuten belästigt
Screenshot / Google Docs

Wegen Google wurde eine New Yorkerin von wildfremden Leuten belästigt

vor 2 Jahren

Max Mustermann weiß, wie sie sich fühlen muss: Den eigenen Namen als Platzhalter in Online-Dokument-Vorlagen zu sehen, war für Casey Baumer zu Beginn eher witzig – bis wildfremde Leute anfingen, sich bei ihr zu beschweren. Und das nur, weil Google kreativ sein wollte.

Wer von euch Google Docs nutzt, kennt vermutlich auch die praktischen Vorlagen für Anschreiben, Präsentationen oder auch Einladungskarten. Das Design ist schon fertig, man muss nur noch die Platzhalter von Name, Adresse und so weiter durch die eigenen Angaben ersetzen. Bei Casey Baumer lag der Fall etwas anders, denn ihr Name WAR der Platzhalter. Jeder Nutzer von Google Docs sah in seinen Vorlagen also ihren Namen, so zum Beispiel auch in der Lebenslauf-Vorlage:

Screenshot von einer Vorlage aus Google Docs



© Screenshot / Google Docs

Gegenüber „Business Insider“ sagte ein Sprecher von Google, dass sich das Unternehmen für diesen Namen entschieden hätte, um nicht John Smith (der englische Max Mustermann) oder etwas ähnlich Unkreatives nehmen zu müssen. Casey Baumer hat genau diese Entscheidung aber so einiges an Ärger beschert.

Was macht ihr Lebenslauf in meinem Google-Konto?

Aber fangen wir lieber vorne an: Caseys ungewöhnliche Geschichte begann vor zwei Jahren. Damals rief eine Freundin sie an und fragte, ob sie wüsste, dass ihr Name überall in Google Docs auftaucht. Casey, die in New York als Food Stylistin arbeitet, fand daraufhin schnell heraus, dass ihr Name von Google als Platzhalter benutzt wurde. Für sie war es ganz lustig, von Freunden und Bekannten immer mehr über ihr „anderes Ich“ zu erfahren.

Vor etwa einem Jahr änderte sich das aber schlagartig. Auf einmal bekam sie auf Facebook massenhaft Nachrichten von Menschen, die ihr völlig fremd waren. Manche der Nachrichten waren auch noch recht witzig, aber viele Leute waren richtig wütend und beschuldigten sie, ihr Google-Konto gehackt oder eine Affäre mit ihrem Mann zu haben.

Mit der Zeit wurde es wirklich beängstigend und sie beschloss, etwas dagegen zu unternehmen. Per Facebook-Statusmeldung bat sie jeden, der Kontakt zu Google hat, dem Unternehmen zu sagen, es solle den Platzhalter ändern.

Ihre Bemühungen hatten Erfolg: Google bekam endlich Wind von der Sache und gab bekannt, die Vorlagen ändern zu wollen. Und sie haben ihr Wort gehalten. Lebenslauf und andere Vorlagen sehen inzwischen so aus:

Screenshot einer Lebenslauf-Vorlage in Google Docs



© Screenshot / Google Docs

Nicht ganz klar ist, warum die Leute ausgerechnet sie angeschrieben haben. Einer der Gründe könnte natürlich sein, dass ihr Account von den fünf Casey Baumers, die es bei Facebook gibt, der erste Eintrag in der Suchergebnisliste ist. Es ist aber auch gut möglich, dass die anderen Träger dieses Namens die gleichen Nachrichten wegen des Platzhalters bekommen haben.

Wozu noch Google oder Wikipedia nutzen, wenn dieser Junge alles schneller und präziser beantworten kann? Der 8-jährige „Google Boy“ ist ein wahres Wunderkind:

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