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Weniger Arbeiten, gleiches Gehalt: Die 25-Stunden-Woche funktioniert!

Die 25-Stunden-Woche bei gleichem Gehalt klingt zu schön um wahr zu sein. Aber manche Firmen machen genau das möglich, und das mit Erfolg.

WHAT THE FAKT

  • In Japan hat Microsoft die 4-Tage-Woche eingeführt. Das ist zwar ein wenig mehr als 25 Stunden die Woche, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Produktivität der Mitarbeiter steigerte sich um 40 Prozent.

  • Weniger Schuften ist auch gut für die Umwelt. Bei dem Test in Japan wurde der Stromverbrauch um 23,1 Prozent reduziert und es wurden knapp 60 Prozent weniger Seiten ausgedruckt.

  • Jeden Tag nur 5 statt 8 Stunden zu arbeiten, klingt verlockend. Doch damit die Bezahlung bleibt, muss auch das gleiche Pensum geschafft werden. Geht das? Die Firma "Runa Reisen" sagt nach einem Test der 25-Stunden-Woche: Ja, das klappt!

  • Das Zauberwort lautet: Effizienz! Während der Arbeitszeit gilt kompletter Einsatz. Kaffeepausen? Gibt’s nicht. Handy? Bleibt in der Tasche. Quatschen? Nach der Arbeit.

  • Trotz zeitkritischer Phasen: Die Mitarbeiter von "Runa Reisen" schafften fast alle To-dos in der Testwoche! Jetzt bleiben sie bei der 25-Stunden-Woche.

  • Auch Lasse Rheingans hat das Experiment 2017 in seiner IT-Agentur "Digital Enabler" erfolgreich durchgeführt. Seitdem heißt's für seine Mitarbeiter: Jeden Tag 3 Stunden früher Feierabend.

  • Als Begründer der 25-Stunden-Woche gilt der US-amerikanische Unternehmer Stephan Aarstol mit seinem Buch "The Five Hour Workday".

  • Why the Hype? Studien zeigen immer wieder: Längere Arbeitszeiten führen nicht automatisch zu mehr Produktivität. Im Gegenteil: Kürzere Arbeitszeiten machen uns gesünder, kreativer, organisierter und zufriedener. Klar ist aber auch: In einigen Bereichen ist die Umsetzung schwieriger, zum Beispiel im Gesundheitswesen.

Veröffentlicht: 04.11.2019 / Autor: Alexander Duebbert