Wer dieses Bild umdreht, erkennt den Thatcher-Effekt
via Margaret Thatcher: a new illusion
Life,

Wer dieses Bild umdreht, erkennt den Thatcher-Effekt

vor 3 Jahren

Der Thatcher-Effekt ist eine Illusion, die mit unserer Wahrnehmung spielt. Wir sehen ein Bild, auf dem nebeneinander das gleiche, auf den Kopf gestellte Gesicht zu sehen ist. Wir merken, dass etwas nicht stimmt, können aber im Ersten Moment nicht erklären, was es ist. 

Der Thatcher-Effekt (oder auch die Thatcher-Illusion) wurde erstmals 1980 vom englischen Professor Peter Thompson erwähnt. Damit konnte er erklären, wie das menschliche Gehirn Gesichter wahrnimmt und verarbeitet.

Auf dem Bild sieht man ein, beziehungsweise zwei Bilder der damaligen Premierministerin des Vereinigten Königreichs Margaret Thatcher. Diese sind auf den Kopf gestellt. Im rechten Bild erkennen die meisten, dass etwas nicht stimmt. Was genau uns verwirrt, können wir jedoch nicht sagen.

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Einmal um 180 Grad drehen

Im rechten Bild sind sowohl die Augen als auch der Mund der mittlerweile verstorbenen Politikerin um 180 Grad gedreht worden. Dennoch wirkt es auf uns so, als wäre es ihr normales Gesicht. Dreht man das Ganze um, erlebt man jedoch einen schon fast gruseligen Anblick:

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Warum ist das so?

Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, muss man verstehen, wie das menschliche Gehirn Gesichter verarbeitet. Alle Gesichter haben gleiche Eigenschaften: zwei Augen, eine Nase, einen Mund, zwei Ohren und so weiter. Unser Gehirn speichert diese Eigenschaften als separate Teile ab, die miteinander in einer geordneten Beziehung stehen. Das heißt, der Mund befindet sich immer unter der Nase, die Augen immer nebeneinander im oberen Teil des Gesichts und so weiter. Wir haben also sozusagen festgelegte „Gesichter-Karten“ in unserem Gehirn. Ist eines dieser Merkmale verkehrt herum, erkennt das unser Gehirn sofort. Das finden wir dann ziemlich gruselig.

Wird ein Gesicht jedoch auf den Kopf gestellt, können wir diese Veränderung nicht mehr erkennen. Unser Gehirn sieht immer noch zwei Augen, die wie Augen aussehen, eine Nase, die wie eine Nase aussieht, einen Mund, der wie ein Mund aussieht. Dass diese jedoch auch um 180 Grad gedreht sind, erkennt unser Gehirn nicht.

Der Mensch als Gewohnheitstier

Der Thatcher-Effekt bezieht sich jedoch nicht nur auf Gesichter, sondern viel mehr auf alle Dinge, die wir gewohnt sind, in einer bestimmten Art und Weise zu sehen. Deshalb funktioniert das Experiment zum Beispiel auch auch mit Schrift.

Und wer glaubt, die Illusion klappe nur mit dem Gesicht von Margaret Thatcher, der täuscht sich. Die Illusion wurde mittlerweile an den unterschiedlichsten Berühmtheiten ausprobiert. Einfach Kopf oder Bildschirm drehen und staunen.

Der Thatcher-Effekt erlangte vor allem durch ein Bild von Adele wieder an Beachtung:

Wir haben euch bereits die faszinierenden Objekte des Japaners Kokichi Sugihara vorgestellt und erklärt, mit welchem genialen Trick seine Illusionen funktionierenDoch ihr könnt sie auch ganz einfach selbst nachbauen – und zwar so:

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