Wer liest, hört nicht, was drumherum geschieht
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Wer liest, hört nicht, was drumherum geschieht

vor 3 Jahren

Stell dir vor, du sitzt in der Bahn und bist mal wieder ganz vertieft beim Lesen. Da geht es ganz schell und du verpasst deine Haltestelle, weil du die Ansage überhört hast. Wer kennt das nicht. Doch wie ist das möglich, dass wir die Geräusche um uns herum einfach so ausblenden?

Ob in der Arbeit, wenn man intensiv den Bildschirm oder auch sonst wo aufs Handy starrt – wir hören einfach nicht, was um uns passiert. Eine Studie von Katharine Molloy vom University College London hat genau das untersucht. Sie haben herausgefunden, dass wir eine begrenzte Kapazität im Gehirn haben. Werden visuelle Reize verarbeitet, fällt es dem Gehirn schwer gleichzeitig genügend Kapazität fürs Hören aufzubringen. Die Vermutung der Wissenschaftler: Beim Sehen als auch beim Hören, werden die gleichen neuronalen Ressourcen genutzt.

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Bei der Studie, sollten Testpersonen Aufgaben von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad auf einem Bildschirm lösen. Dementsprechend war Konzentration gefordert. Zwischendurch wurden Töne abgespielt. Sie untersuchten zeitgleich die Hirnaktivität der Probanden anhand Magnetenzephalographie. Das Ergebnis: Die Geräusche wurden nicht nur herausgefiltert, sondern von vornherein nicht gehört. Die starke Konzentration hat demnach die Geräusche nicht mal ans Bewusstsein ran gelassen.

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Demnach sind wir in diesem Bereich nicht gerade multitaskingfähig. Eine Zughaltestelle zu verpassen ist natürlich nicht so dramatisch, nur ärgerlich. Doch in anderen Situationen, kann das problematisch sein. So können beispielsweise Verkehrsgeräusche bei starker Konzentration nicht gleich wahrgenommen werden.

Evolutionsbiologisch gesehen hat sich das Gehirn im Laufe der Jahre um das Dreifache vergrößert. Doch was wäre, wenn es weiterwachsen würde? Ist das überhaupt möglich?

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