Wissenschaftler entwickeln (furchtbaren) Song, der jedes Baby beruhigen soll
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Life,

Wissenschaftler entwickeln (furchtbaren) Song, der jedes Baby beruhigen soll

vor 2 Jahren

Ja, wir wissen, die Überschrift klingt unmöglich. Wir selbst konnten leider noch keine repräsentativen Studien durchführen – so viele Babys gibt es in der Redaktion nicht. Also müsst ihr uns sagen, ob es klappt.

Es gibt zig Studien über Musik, welchen Einfluss sie auf uns und unsere Emotionen hat. Mit Babys ist das schwieriger, schließlich kann man sie nicht fragen, was sie möchten. Eine Studie hat mal herausgefunden, dass Säuglinge lieber Bach als Aerosmith hören. Aber so richtig bringen diese Informationen einen nicht weiter.

Dieser auf wissenschaftlichen Daten basierte Song wurde von zwei Psychologen in Zusammenarbeit mit einer Eltern-Community entwickelt, die ihn an (verzweifelte) Eltern weitergeben wollten. Also ging die Suche los: Man wusste, dass sich Babys von weiblichen Stimmen angesprochen fühlen, die eher in einer Baby-Sprache mit ihnen kommunizierten – die bekommen wir fast alle automatisch, wenn wir mit Babys „reden“. Als Stimme wählten sie die Künstlerin Imogen Heap (wirklich tolle Musik).

Der Happy-Song sollte eine einfache, sich wiederholende Melodie haben und überraschende Töne beinhalten. Also sowas wie Trommelwirbel, Tonartwechsel oder steigende Tonhöhe. Da die Herzen von Babys schneller schlagen als unsere, sollte auch der Song recht flott sein. Zum Schluss kommt da eine weibliche Stimme drüber – aufgenommen in Anwesenheit eines Babys.

Heap kreierte vier Melodien, zwei schnelle und zwei langsame. Für jede erstellte sie eine Version mit, eine ohne Gesang. Diese Melodien wurden dann 26 Babys zwischen 0 und 12 Monaten vorgespielt, die mit ihren Eltern ins „Labor“ kamen. Das Überraschende: Viele Eltern und 20 der 26 Babys präferierten genau eine Melodie. Das war eine der schnelleren. Die Wissenschaftler nahmen die Emotionen der Babys auf, um Lachen, Gesichter und Tanzen am Computer interpretieren zu können.

Nachdem die Melodie stand, musste die noch in einen kindlichen, lustigen Song verwandelt werden. Die Geräuschkulisse wurde von 2.500 Eltern gewählt – niesen, prusten, Tiergeräusche, „Buuh“ und Gelächter. Jetzt musste noch der Text erstellt werden, der auch den Eltern Spaß bringen sollte. Er sollte interaktiv sein. Heap wählte schließlich einen, der ausdrückte, wie sehr Eltern ihre Kinder lieben. Am Ende gab es zwei Versionen, von denen die etwas langsamere (163 gegenüber 168 BPM) gewählt wurde, weil Eltern und Babys so etwas mehr Zeit hätten, auf den Text reagieren zu können. Dann wurde noch hier und da optimiert.

Der finale Song wurde 20 Babys in einem Raum vorgespielt. Und – unglaublich, aber wahr – 40 glückliche, entzückte Augenpaare blickten in die Augen der Forscher. Und das auf eine Länge von 02:30 Minuten. Dieser Song soll nur der Anfang weiterer Forschung sein.

Für diejenigen, die keine Kinder haben, wird er sich vielleicht einfach nur furchtbar anhören. Für die Eltern unter euch dürfte er vielleicht die Lösung für unzufriedene Kinder sein:

Ob auf YouTube oder anderen sozialen Plattformen: Der vierjährige Titus begeistert als kleine Sportskanone die Internetgemeinde. Doch was steckt hinter diesem Bild? Hier erfährst du es:

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