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Wohnungsgenossenschaft in Berlin

Wohnungs-Genossenschaften: Wär' das auch was für dich?

700 Euro monatliche Warmmiete für eine 75 Quadratmeter große Wohnung in einer deutschen Großstadt? Davon träumen viele - für Genossen ist das Realität. Wir erklären dir, wie Wohnungsgenossenschaften funktionieren.
Wohnungsgenossenschaft in Berlin

Die Entwicklung von Wohnungsgenossenschaften

  • Gerade in Großstädten suchen viele oft lange nach erschwinglichen Mietwohnungen. Darum ist die Nachfrage nach Wohnungsgenossenschaften in den letzten Jahren enorm gestiegen.

  • Wohnungsbaugenossenschaften bieten ihren Mitgliedern günstigen Wohnraum - in der Regel deutlich unter dem Mietspiegel.

  • Am Ende des 19. Jahrhunderts, also vor über 150 Jahren, entstanden in Deutschland die ersten Wohnungsbaugenossenschaften. Auch damals war es schon das Ziel, günstige Mietwohnungen in Großstädten bereitzustellen.

  • Die Menschen taten sich zusammen, um sich selbst um ihren bezahlbaren Wohnraum zu kümmern - auf staatliche Unterstützung hofften sie nicht.

  • Wohnungsgenossenschaften stellen derzeit etwas mehr als zehn Prozent aller Mietwohnung in Deutschland. Ihr größter Unterschied zu Immobilienunternehmen: Sie arbeiten nicht gewinnorientiert.

So funktionieren Wohnungsgenossenschaften

  • Das Prinzip von Wohnungsgenossenschaften ist im Genossenschaftsgesetz festgesetzt. Die Mitglieder sind Mieter und Eigentümer gleichzeitig.

  • Über Mitgliederversammlungen können die Genossen Einfluss auf die Politik der Wohnungsgenossenschaft nehmen und mit entscheiden.

  • Mitglieder einer Baugenossenschaft haben ein lebenslanges Wohnrecht. Wer also in einer Genossenschaftswohnung wohnt, kann nicht einfach gekündigt werden.

  • Jeder Genosse muss Genossenschaftsanteile erwerben. Bei manchen Wohnungsbaugenossenschaften werden darauf Dividenden ausgezahlt, eine Art Zinsen.

Bekannte Wohnungsgenossenschaften

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Bereits ab 1890 entstand die Gartenstadt Falkenberg in Bohnsdorf/Berlin.
Freie Scholle in Bielefeld
Die 1911 in Bielefeld gegründete Genossenschaft "Freie Scholle" verwaltet heute...
Siedlung Schillerpark im Berliner Ortsteil Wedding
Die Siedlung Schillerpark im Berliner Ortsteil Wedding zählt heute zum UNESCO-Welterbe.
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Was du bei Wohnungsgenossenschaften beachten solltest

  • 🏢

    Die Aussicht auf bezahlbaren Wohnraum lockt viele Menschen an - oft auch zu viele. Manche Genossenschaften müssen in Großstädten wie München einen Aufnahme-Stopp erlassen.

  • 📆

    Und selbst wer Mitglied in einer Wohnungsgenossenschaft wird, muss aufgrund der hohen Nachfrage oft Jahre warten, bis er Aussicht auf eine Wohnung hat.

  • 💰

    Der Erwerb der Genossenschaftsanteile ist nicht billig - auch ein fünfstelliger Betrag kann fällig werden.

  • 💶

    Durch die Genossenschaftsanteile entsteht eine Verpflichtung: Sollte also die Wohnungsgenossenschaft insolvent gehen, können die Genossen haften. Sie müssten dann für Forderungen von Gläubigern aufkommen.

Diese neue Ideen bringen Wohnungsgenossenschaften mit

  • 📬

    Manche Genossenschaften bieten besondere Dienstleistungen an - wie einen Concierge-Dienst.

  • 🏊‍♀️

    Auch Cafés, Bibliotheken, Sportplätze und Schwimmbäder sind für Genossenschaftsmitglieder nutzbar.

  • 🔨

    Andere Wohnungsgenossenschaften setzen auf Gemeinschaftsräume: Werkstatt, Atelier oder Dachterrassen stehen für alle Genossen offen. Dafür können die Wohnungen etwas kleiner geschnitten sein.

  • 🛒

    Speziell für ältere Menschen gibt es Angebote wie Haushaltshilfe oder ein Einkaufs-Service.

So funktioniert ein Genossenschafts-Supermarkt

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Veröffentlicht: 15.01.2021 / Autor: Johannes Huyer